23.12.2008: Zu den Äußerungen von Papst Benedikt XVI. zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen und zur Homosexualität erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes LSVD:
Pünktlich zum Fest der Liebe hetzt Papst Benedikt XVI. erneut gegen Lesben und Schwule. Der Papst ist ein Wiederholungstäter. In regelmäßigen Abständen ist aus dem Vatikan zu hören, Homosexualität sei widernatürlich, eine Gefahr für die Menschheit und ähnlicher Unsinn. Damit sät der Papst nichts anderes als Hass und Gewalt. Homophobe Gewalttäter fühlen sich durch solche Predigten in ihren Verbrechen ermuntert.
Erst kürzlich hat der Vatikan die französische Initiative in der UN-Vollversammlung gegen die weltweite Entkriminalisierung der Homosexualität torpediert. Der Papst und der Vatikan waren sich nicht zu schade, mit den schlimmsten Menschenrechtsverletzern wie Sudan, Iran, Pakistan oder Jemen an einem Strick zu ziehen, als es um die Menschenrechte von Lesben und Schwulen in aller Welt ging.
Die alten Herren im Vatikan und in der römisch-katholischen Kirche täten gut daran zu schweigen und anstatt Hass besser Liebe zu predigen. Damit würden sie der Gesellschaft einen wahren und wertvollen Dienst erweisen. Die Vorstellungen des Papstes sind nicht zeitgemäß, sie gehören schnellstens auf den Müllhaufen entsorgt.
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