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16. April 2009
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Bei einigen der dort angebotenen Workshops/Vorträgen handelt es sich um Pseudowissenschaft
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e.V. schließt sich der Einschätzung des LSVD an, dass einige der Workshops/Vorträge des für den 20.-24. Mai 2009 an der Universtität Marburg geplanten Internationalen Kongresses für Psychotherapie und Seelsorge pseudowissenschaftlicher Natur sind. Die psychotherapeutischen Ansätze zur "Behandlung" Homosexueller, die dort vorgestellt werden sollen, entsprechen nicht dem Stand der biologischen und psychologischen Wissenschaft und sind daher als (vermutlich religiös motivierte) Pseudowissenschaft zu klassifizieren, ähnlich wie die Ablehnug der Evolutionstheorie durch die Kreationisten.
Mit Sorge beobachten wir, dass Tagungen mit pseudowissenschaftlichen oder esoterischen Inhalten immer häufiger in einem universitären Rahmen abgehalten werden, vor allem im alternativmedizinischen Bereich, ohne dass Universitäten hiergegen einschreiten. Diese Tendenz ist natürlich kein Zufall, denn damit soll der Eindruck erweckt werden, dass die diskutierten Inhalte wissenschaftlichen Charakter haben, obwohl dies nicht der Fall ist. Universitäten sollte an Aufklärung und Wissenschaft gelegen sein, nicht an der Unterstützung von Quacksalberei.
Die GWUP sieht in der Forderung, an Universitäten keine Veranstaltungen mit pseudowissenschaflichen Inhalten zuzulassen, keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie es die Vertreter von Pseudowissenschaften ihren Kritikern gern vorwerfen. Es stehen genügend außeruniversitäre Tagungszentren zur Verfügung, in denen Räumlichkeiten angemietet und Meinungen noch so absurder Natur frei geäußert werden können.
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Dr. Martin Mahner
Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken
GWUP e.V.
Arheilger Weg 11
64380 Roßdorf
www.gwup.org
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