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27. April 2009
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zur öffentlichen Diskussion um „Konversionstherapien“ oder „reparative Therapien“ bei Homosexualität
Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie lernen in ihrer Ausbildung, sich in der Ausübung ihres Berufs stets einer besonderen ärztlichen Verantwortung bewusst zu sein. Psychiater und Psychotherapeuten müssen sich in ihrer Tätigkeit darüber im Klaren sein, dass sie durch ihr therapeutisches Gespräch die Psyche, insbesondere das Selbstbild, die Normen und Werte des Patienten beeinflussen. Dies ist im Bereich anderer medizinischer Fachgebiete vergleichbar mit der Verantwortung des Chirurgen bei einer Operation.
Ein besonderes Anliegen des Fachgebietes ist es deshalb heute auch, der Stigmatisierung psychischer Störungen in der Öffentlichkeit durch Abbau von Unwissen und Vorurteil entgegenzuwirken. Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten 30 Jahren einen enormen Erkenntniszuwachs bezüglich Entstehung, Diagnostik, Verlauf und Therapie psychischer Störungen erbracht.
Der Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie nimmt deshalb zur öffentlichen Diskussion um „Konversionstherapien“ oder „reparative Therapien“ bei Homosexualität wie folgt Stellung:
Berufsverband deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie
Christa Roth-Sackenheim
April 2009
© Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V.