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Sexuelle Orientierung und Diversity in Erziehung und Beratung

Das Handbuch wurde im Rahmen des europaweiten Projekts Triangle von ExpertInnen aus fünf Ländern entwickelt. Das Handbuch mit dem Titel „Mit Vielfalt umgehen - Sexuelle Orientierung und Diversity in Erziehung und Beratung“ konnte bislang über das ehemalige "Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie" des Landes Nordrhein-Westfalen bestellt werden.

Nach den Äußerungen des Sprechers von Schulministerin Barbara Sommer, nach der „unseren Kindern nicht das Gefühl gegeben werden darf, dass Schwul- und Lesbisch-Sein bald zur Pflicht wird“ wurde die Internetseite vorübergehend abgeschaltet und der Vertrieb des Handbuchs eingestellt. Zahlreiche Protestschreiben hinterließen nicht den erhofften Erfolg.

Das "Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen" antwortete mit der Anmerkung, dass das Handbuch von einem Autorenteam entwickelt wurde, „dessen Mitglieder überwiegend auch Betroffenenorganisationen angehören“, die „zum Verhältnis Homo- und Heterosexualität auch eigene Wertungen vor[nahmen]“. Des Weiteren schrieb das Ministerium, dass „diese Wertungen […] von der neuen Landesregierung nicht in jedem Fall [geteilt würden]“.

Die Internetseite ist nun wieder online und das Handbuch kann auch wieder angefordert werden. Jedoch ist das Ministerium nicht mehr für den Vertrieb verantwortlich, sondern der deutsche Kooperationspartner des Handbuches: SchLAu NRW - Schwul Lesbische Aufklärung in Nordrhein-Westfalen, http://www.schlau-nrw.de/.

Sie können die Broschüre über die Webseite http://www.diversity-in-europe.org/ bestellen und als PDF-Dokument herunterladen.

Nachtrag vom 03.10.2010:

Die neue rot-grüne Minderheitsregierung in NRW dreht das Rad wieder um: Die Staatssekretärin Marlis Bredehorst vom Nachfolgeministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter kündigte an, dass der "Zensurvermerk" für den Leitfaden aufgehoben sei. "Das von der EU geförderte Handbuch von 2004 mit einfühlsamen Texten und Materialien über die Lebenssituation von Schwulen und Lesben kann ab sofort wieder auch mit Billigung des Schulministeriums in Schulen genutzt werden", schreibt dazu die Pressestelle.