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Sizzla-Auftritt in Berlin abgesagt

26.11.2009: Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt die Entscheidung des Berliner Kesselhaus, den für heute geplanten Auftritt von Sizzla abzusagen.

Das Kesselhaus hat versucht, den Künstler zu einer klaren Positionierung gegen Homophobie und Gewalt gegen Lesben und Schwule zu bewegen. Auch der LSVD hat versucht, Sizzla ein letztes Mal eine goldene Brücke zu bauen. Er wollte sie nicht betreten, sondern will offenbar weiter Hass gegen Homosexuelle verbreiten. Von daher ist die Entscheidung, den Auftritt abzusagen, folgerichtig.

Primäres Ziel aller unserer Aktionen gegen Homophobie im Bereich der Dancehall-Musik ist es, dass sich die Lebenssituation von Lesben und Schwulen auf Jamaika verbessert. Wir kämpfen dafür, dass sich das dort gegenüber Schwulen und Lesben herrschende Klima der Gewalt und Rechtlosigkeit ändert.

Dazu gehört der Druck auf durch homophobe Hassmusik aufgefallene Interpreten, durch Demonstrationen, Strafanzeigen, Konzertabsagen. Dazu gehört auch der Versuch, bei den Interpreten ein Umdenken zu erreichen, ihnen Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen abzuringen.

Sizzla hat sich dem verweigert. Wir danken dem Kesselhaus dennoch für die Initiative und seine folgerichtige Entscheidung.

Klaus Jetz
Geschäftsführer
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)
Pipinstr. 7
50667 Köln
T. (0221) 925961-0
F. (0221) 925961-11
lsvd@lsvd.de
www.lsvd.de