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Stadt Zweibrücken muss homophoben Kalender für Kinder und Jugend zurückziehen

Die Stadt Zweibrücken hat für Kinder und Jugendliche einen Kalender gegen Drogenmissbrauch herausgegeben. Darin heißt es unter anderem „Nüchtern cool, saufen schwul“. Dazu erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben und Schwulenverbands (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert den Oberbürgermeister von Zweibrücken, Kurt Pirmann, auf, den von Stadt herausgegebenen homophoben Kalender für Kinder und Jugendliche sofort zurückzuziehen. Es ist unfassbar, dass die Stadt Zweibrücken das Wort „schwul“ mit Alkoholmissbrauch gleichsetzt. Dieser Kalender ist mit öffentlichen Geldern geförderte Homophobie.

Die Schule ist leider nach wie vor der Ort, an dem die Lesben und Schwulen die meisten Diskriminierungen erfahren müssen. Statt für ein Umfeld zu sorgen, an dem auch lesbische und schwule Jugendliche selbstverständlich Akzeptanz erfahren, werden hier Mobbing und Ausgrenzung gefördert und verstärkt.

Der LSVD fordert seit Jahren, dass das Thema „Homosexualität“ als selbstverständliche und gleichwertige Sexualität in die Lehrpläne aufgenommen wird und Lehrpersonal in pädagogischen Aus- und Fortbildungen auf eine vorurteilslose Thematisierung vorbereitet werden. Dann wäre solch ein Kalender nie gedruckt worden.

Offensichtlich hat auch die Stadtverwaltung Schulungsbedarf. Die Bewertung als „Lapsus“ zeigt, dass für die Verantwortlichen Homophobie ein Kavaliersdelikt zu sein scheint. Aufgrund ihrer negativen Erfahrungen im sozialen Umfeld haben homosexuelle Jugendliche eine deutlich höhere Suizidgefährdung als ihre Altersgenossen.

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Markus Ulrich
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