Zum Inhalt - Zur Navigation

Inhalt

FORUM 1 | „GOTT, FAMILIE, ABENDLAND“

Starke Allianzen und aufklärerische Netzwerke gegen Rechtspopulismus

Das Familienbild und der Antifeminismus von Rechtspopulist_innen und religiös fundamentalistischen Gruppen bieten Anschlüsse für eine Mobilisierung von homo- und transphoben Einstellungen in der "Mitte der Gesellschaft". Wie überschneiden sich die Diskurse, und welche unheimlichen Bündnisse formieren sich gegenwärtig?

Zum Verlauf des Forums siehe auch Bericht im LSVD-Blog

Geschlechter- und familienbezogene Positionen der AfD (Andreas Kemper)

"Die gegen die Natur des Menschen gerichtete Gender‐Ideologie ist einer der wichtigsten bevölkerungspolitischen Herausforderung, vor der Deutschland steht, nämlich die Geburtenrate signifikant zu steigern, in extremer Weise abträglich." [aus der AfD-Gender-Resolution 2015]

Download Beitrag (PDF) von Andreas Kemper

Andreas Kemper
Soziologe und Doktorand der Uni Münster. Sein Forschungsschwerpunkt ist klassenbezogene Diskriminierung, wozu er 2009 das Einführungswerk "Klassismus. Eine Einführung" verfasste, zusammen mit H. Weinbach. Weitere Studien von Kemper befassen sich mit dem organisierten Antifeminismus wie "(R)echte Kerle. Zur Kumpanei der Männerrechtsbewegung" (2011), "Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum" (hg. 2012) und Anti-PC-Abwehrstrategien ("Sarrazins Correctness. Ideologie und Tradition der Menschen- und Bevölkerungskorrekturen", 2014). Aktuell arbeitet Kemper zur AfD und deren Umfeld. Hier verfasste er 2013 das erste Buch zur AfD ("Rechte Euro-Rebellion"), zwei Expertisen für die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Geschlechterpolitik der AfD ("Keimzelle der Nation?" Band I und II) sowie eine ideologiekritische Faschismusanalyse zu Björn Höcke, AfD, für die RLS Thüringen 2015.  

Familienpopulismus und Antifeminismus als Kitt zwischen extremer Rechter und ‚Mitte der Gesellschaft‘ (Juliane Lang)

"Am Diskurs um ‚Gender‘ und eine angebliche "Frühsexualisierung" wird deutlich, wie über politische Lager hinweg ein anti-moderner Diskurs über die Ordnung der Geschlechter und familiale Lebensformen geführt wird, in welchen sich auch die neonazistische extreme Rechte problemlos einreihen kann."

Download Beitrag (PDF) von Juliane Lang

Juliane Lang, M.A
Geschlechter- und Erziehungswissenschaftlerin, Mitglied im Forschungsnetzwerk ‚Frauen und Rechtsextremismus‘, studierte u.a. Gender Studies und ist Trainerin in der politischen Bildungsarbeit zu Rechtsextremismus und Geschlecht, Anti-Rassismus und in der pädagogischen Rechtsextremismus-Prävention. Bisherige Stationen: 'Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus' im Verein für demokratische Kultur sowie 'Dissens', Institut für Bildung und Forschung, beide in Berlin. Seit 2005 ist Lang wissenschaftlich und publizistisch zu Themen wie "Familien- und Geschlechterpolitiken der extremen Rechten" sowie "Antifeminismus als Scharnier zwischen bürgerlicher und extremer Rechter" tätig. 

Web: www.frauen-und-rechtsextremismus.de

Nach oben