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FORUM 6 | UNTERHALTUNGSWERT HOMOPHOBIE?

Die Medien sollen und müssen Meinungsvielfalt und gesellschaftliche Debatten abbilden, aber sie stehen auch in einer ethischen Verantwortung, nicht jedem homophoben Marktschreier einen Talkshow-Sessel anzubieten. Welche homo- und transphoben Kommunikationsstrategien sind in den Medien zu beobachten? Was kann dagegen gesetzt werden?


Siehe dazu auch Bericht im LSVD-Blog

Aus Versehen diskriminierend. Homo- und Transfeindlichkeit in deutschen Medien (Katrin Gottschalk)

Wie es derzeit in Sachen Homo- und Transfeindlichkeit in deutschen Medien aussieht und warum diskriminierungsfreies Berichten dringend Teil der journalistischen Ausbildung werden sollte

"Beim Versuch zu polarisieren wird in vielen Medien die Grenze zur Reproduktion von Sexismus, Rassismus oder Homo- und Transfeindlichkeit überschritten. Dies wird von Medienschaffenden häufig in Kauf genommen, weil diese Art von Texten viele Klicks auf der eigenen Website generieren."

Download Beitrag (PDF) von Katrin Gottschalk

Katrin Gottschalk
Chefredakteurin Missy Magazine. Geboren 1985 in Dresden, ist Chefredakteurin des Missy Magazine – Print und Online. Für die Frankfurter Rundschau schreibt sie außerdem über Themen aus dem Netz, Politik, Gesellschaft und Kultur. Ihre Texte sind auf Spiegel Online, in der taz-die tageszeitung, dem Tagesspiegel oder auf DRadio Wissen erschienen. Sie gibt Schreibworkshops an der Universität der Künste in Berlin und trägt zu den Themen "Geschlechterbilder in den Medien" oder "Frauenbewegung in der DDR" vor.“

Unterhaltungswert Homophobie? (Jobst Paul)

"Es gibt keinen speziellen homophoben, sexistischen, rassistischen, antisemitischen, autoritaristischen usw. Code der Diskriminierung. Es gibt nur einen einzigen, der gegen die unterschiedlichsten, jeweils konstruierten ‚Minderheiten‘ in Stellung gebracht werden kann, mit den unterschiedlichsten Begründungen und auf den unterschiedlichsten Diskursebenen."

Download Beitrag (PDF) von Dr. Jobst Paul

Dr. Jobst Paul, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
Kulturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Sein Schwerpunkt ist die Erforschung des binaristischen westlichen Ausgrenzungscodes (code of dehumanization), u.a. mit Blick auf Biologismus, Rassismus und Antisemitismus. Daneben leitete er zwischen 2005-2006 das Forschungsprojekt "Staat, Nation, Gesellschaft" zu gesellschaftspolitischen Interventionen deutsch-jüdischer Autoren im 19. Jahrhundert und koordiniert seit 2006 die Edition "Deutsch-jüdische Autoren des 19. Jahrhunderts. Schriften zu Staat, Nation, Gesellschaft".

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