Zum Inhalt - Zur Navigation

Inhalt

GRUSSWORT der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig

für die Dokumentation des Kongresses „Respekt statt Ressentiment - Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie“ des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) und der Amadeu Antonio Stiftung

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Veranstaltung durchzuführen, die gebündelt die Breite der aktuellen Herausforderungen im Kampf für gleiche Rechte und gegen Diskriminierung und Gewalt in den Blick nimmt, ist an sich schon eine Herausforderung. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, der mit diesem Konzept an das Bundesfamilienministerium herangetreten ist, wollte dafür Teilnehmende aus der Demokratieförderung, der Bildungsarbeit, aus Wissenschaft und Politik, aus den Medien, aus Kunst und Kultur, Antirassismus- und Akzeptanzarbeit sowie LGBTI-Organisationen gewinnen – auch dies keine kleine Aufgabe. Diese Vielfalt aber ist nötig, um der Vielfalt der Themen auf den Grund zu gehen. Das Bundesfamilienministerium hat die Durchführung des Kongresses gerne unterstützt.

Im Nachhinein zeigt sich: Es hat sich gelohnt! Es war ein guter Kongress. Dafür gebührt dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland und der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung großer Dank. Die Entscheidung beider Institutionen, für die Durchführung des Kongresses eng zusammenzuarbeiten, war richtig und hat funktioniert. In den verschiedenen Foren, auf dem Podium und in den Pausen konnten Kenntnisse vertieft, Argumente und Sichtweisen ausgetauscht werden. Dazu haben auch die vielen Fachleute beigetragen, die die Foren und das Podium eingeleitet und moderiert haben. Es wurde über Mechanismen und Zusammenhänge der verschiedenen Diskriminierungsformen gegenüber Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihres sozialen Status und ihrer sexuellen Orientierung gesprochen – allein dies alles zusammenzubringen und offen miteinander darüber zu sprechen, ist ein großer Gewinn. Bestehende Kontakte konnten erneuert und vertieft werden, für die interdisziplinäre Zusammenarbeit gab es viele inhaltliche Impulse und viele ausgetauschte Visitenkarten und Handynummern. Der Austausch geht weiter! Auch die Ergebnisse in der vorliegenden Dokumentation werden dabei helfen.

Viele Initiativen, Träger und Projekte bieten Gelegenheit, Erkenntnisse des Kongresses praktisch wirksam werden zu lassen. Die Aktivitäten des Bundes bündelt der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz, den wir um die Themen Homophobie und Transphobie erweitern wollen. Ich wünsche Ihnen eine interessante und erkenntnisreiche Lektüre und uns allen viel Erfolg dabei, Homophobie und Transphobie entschlossen und wirksam entgegenzutreten.

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Schwesig
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

 

[Bildnachweis: Bundesregierung/Denzel]