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1. Gleichstellungs- und Landesanpassungsgesetze:

Im Bundesrecht sind Lebenspartner inzwischen in allen Bereichen mit Ehegatten gleichgestellt. Es gibt nur noch geringfügige Unterschiede, die aber praktisch keine Bedeutung haben.

Lebenspartner dürfen Kinder nicht gemeinschaftlich adoptieren. Aber es ist ihnen erlaubt, Kinder nacheinander zu adoptieren.

In den Bundesländern, die ihr Landesrecht vor 2006 an das Lebenspartnerschaftsgesetz angepasst haben, ist die Gleichstellung in zwei Phasen verlaufen, weil das Beamtenbesoldungs- und -versorgungsrecht bis 2006 noch Bundesrecht war. Deshalb haben diese Bundesländer bei ihren Landesanpassungsgesetzen die Gleichstellung beim Familienzuschlag der Stufe 1 und der Hinterbliebenenpension ausgespart und nur die Gleichstellung bei der Beihilfe in ihre Landesanpassungsgesetze mit einbezogen. Die Beihilfe war schon immer Landesrecht.

Inzwischen haben die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein Lebenspartner in ihrem gesamten Landesrecht mit Ehegatten gleichgestellt.

Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen haben lediglich ihr Beamtenrecht vollständig sowie einzelne Gesetze angepasst.

Es gibt im Bund und den Bundesländern noch Unterschiede hinsichtlich der Gewährung rückständigen Leistungen an Beamte, Richter und Soldaten, siehe dazu die Übersicht "Stand der Gleichstellung der verpartnerten Beamten, Richter und Soldaten" und "Die Gesetze des Bundes und der Länder zur  Gleichstellung der verpartnerten Beamten im Besoldungs- und Versrogungrecht."

2. Zuständigkeitsgesetze

Ab dem 01.01.2012 gelten in allen Bundesländern das Personenstandsgesetz, die Personenstandsverordnung und das Lebenspartnerschaftsgesetz. Damit ist einheitlich die Zuständigkeit der Standesämter gegeben, das Verfahren ist vollständig dem der Eheschließung angeglichen. In Bayern kann die Lebenspartnerschaft auch wahlweise vor einem Notar begründet werden.

3. Gesetzestexte