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2015 - 25 Jahre für Vielfalt und Respekt

Demo für Vielfalt in Hamburg
Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus
Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

Ein Vierteljahrhundert kämpft der LSVD nun für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt. Seit seiner Gründung am 18. Februar 1990 hat der LSVD politisch viel erreicht, vom Lebenspartnerschaftsgesetz bis zum Antidiskriminierungsgesetz. Aber es bleibt noch viel zu tun. Homophobe und transphobe Stimmen werden wieder lauter. Rechtspopulisten und religiöse Fundamentalisten kämpfen mit Lügen und Hetzparolen gegen eine Pädagogik der Vielfalt, wollen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle wieder in gesellschaftliche Tabuzonen zurückdrängen. Sie feiern ganz offen die repressive Politik Putins in Russland als Vorbild. Notwendig sind jetzt breite gesellschaftliche Bündnisse gegen Rassismus, Homo- und Transphobie sowie jede weitere Form von Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung.

Der LSVD wird sein 25. Jubiläum gemeinsam mit vielen Gästen aus Zivilgesellschaft und Politik mit einem Empfang im Rahmen seines diesjährigen Verbandstages am 25. April in Berlin begehen. Auf dem Verbandstag werden wir mit der „LSVD-Perspektive 2020“ klar machen, was wir in den nächsten fünf Jahren politisch durchsetzen wollen, wie wir noch besser Vielfalt fördern und Diversity leben können.


GEDENKEN AM 27. JANUAR

Zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz hält der LSVD Berlin-Brandenburg eine Gedenkveranstaltung am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ab. Es nehmen viele Mitglieder des Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses teil. LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek gedenkt in seiner Rede der Opfer und zeigt auf, wie sehr Mechanismen und Denkmuster der Aussonderung auch heute noch wirken.


ZDF-FERNSEHRAT MUSS VIELFALT WIDERSPIEGELN

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI) im ZDF-Fernsehrat Sitz und Stimme bekommen. Der Freistaat Thüringen wird eine LSBTI-Vertretung in den ZDF-Fernsehrat entsenden. So wurde es im März 2015 in letzter Minute im Entwurf für den neuen ZDF-Staatsvertrag verankert, auf den sich die Regierungschefinnen und –chefs der 16 Bundesländer verständigten. Eine Kampagne des LSVD für einen LSBTI-Sitz im Fernsehrat, die viel Unterstützung fand, hatte damit Erfolg. Das ist ein wichtiges Zeichen für Vielfalt in unserer Gesellschaft und ein erster Durchbruch, um in den Gremien der öffentlich-rechtlichen Medien die heutigen gesellschaftliche Realitäten abzubilden.

 

WAS SONST NOCH GESCHAH:

+++ Der LSVD setzt sich dafür ein, dass die Unabhängigkeit des Deutschen Instituts für Menschenrechte gesetzlich abgesichert wird. In der großen Koalition gibt es darüber Streit. +++ Christliche Fundamentalisten, die sich „besorgte Eltern“ nennen, verbreiten auf Kundgebungen Hetzparolen. Dagegen gibt es vielerorts breite Bündnisse. Auch in Hamburg ist der LSVD beim Bündnis „Einfalt statt Vielfalt“ aktiv mit dabei. +++