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Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Christine Bergmann

Bundesministerin Dr. Christine Bergmann

Familie wird heute in vielfältiger Form gelebt. Für manche Kinder gehören zu ihrer Familie zwei Väter oder zwei Mütter, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben.

Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz, das am 1. August 2001 in Kraft trat, wird auch die rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung lesbischer und schwuler Paare gestärkt. Die Bundesregierung hat sich eine aktive Politik zum Abbau der rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierung und Benachteiligung von Homosexuellen zur Aufgabe gemacht. In ihrer Politik orientiert sie sich an der Lebenswirklichkeit und respektiert die Vielfalt der Lebensentwürfe und Lebensformen. Durch dieses klare Votum und durch die Arbeit des Gesetzgebers zur Schaffung eines Rechtsinstituts für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften ist Bewegung in die politische und gesellschaftliche Diskussion gekommen.

Obwohl es immer noch Unverständnis, Ängste und moralische Ablehnung gibt, haben viele Menschen zur Kenntnis genommen, dass es auch lesbische Mütter und schwule Väter gibt. Familie ist nach wie vor der wichtigste Ort, an dem Kinder aufwachsen und wo sie Geborgenheit und Unterstützung finden. Wir sollten uns aber, wenn wir das Wohl des Kindes im Blick haben, nicht nur an der Struktur von Familien orientieren, sondern uns die Qualität des familiären Zusammenlebens anschauen. Kinder können in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ebenso gut aufwachsen wie in anderen Familien. Allerdings ist die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Familien weiter zu unterstützen.

Wir haben in unserem Bestreben nach größerer Anerkennung und mehr Respekt gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensformen bereits einen großen Schritt nach vorn gemacht und ich bin zuversichtlich, dass wir auf diesem Weg weiter voran kommen, wenn wir uns auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen für den Abbau von Diskriminierungen und Vorurteilen einsetzen.

Dr. Christine Bergmann

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 
 


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