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Ursachen der sexuellen Ausrichtung

Die meisten Schwulen und Lesben sind sehr skeptisch gegenüber der Ursachenforschung. Denn die Geschichte hat gezeigt: meist ging es darum, Homosexualität zu heilen oder auszurotten.

Immer wieder hieß es, es sei eine Erklärung für die Ursache von Homosexualität ausfindig gemacht worden, z. B. biologische Besonderheiten oder Erziehungseinflüsse. Lange Zeit wurde Homosexualität als Krankheit gesehen bzw. behauptet, dass junge Menschen zur Homosexualität verführt werden können. All diese Erklärungen haben sich als falsch herausgestellt. Es ist absurd, komplexe Verhaltensmuster wie die menschliche Liebesfähigkeit oder die sexuelle Identität monokausal auf genetisch-biologische Ursachen zurückführen zu wollen. Es scheint, dass sexuelle Orientierung das Ergebnis einer komplexen Mischung aus biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren ist.

Nur über eines sind sich die meisten Wissenschaftler/innen heute einig: Die sexuelle Ausrichtung steht sehr frühzeitig fest, lange vor der Pubertät. Ob wir homo-, bi- oder heterosexuell sind, liegt außerhalb unserer Einflussmöglichkeiten und unseres Willens. Verhindern oder verändern lässt es sich nicht.

Aber warum wird eigentlich verzweifelt nach einem Grund für Homosexualität gesucht, und niemals die Frage aufgeworfen, warum jemand heterosexuell ist? Spannender und wichtiger wäre es zudem zu erforschen, warum Menschen Lesben und Schwule ablehnen oder ausgrenzen und diskriminieren. Was ist eigentlich deren Problem und warum stören sie sich an der Liebe und Sexualität anderer? 

Gutachten und Stellungnahmen

Sowohl Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Fachverbände als auch der Deutsche Bundestag beziehen klar Stellung und verurteilen sogenannte „Konversions-“ oder „Reparativtherapien“. Gutachten und Stellungnahmen sind hier gesammelt.

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