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Milde gegenüber kreuz.net?

Bistum Mainz übt sich in Vergebung

Zur Erklärung des Bistums Mainz zu dem Gespräch mit Pfarrer Hendrick Jolie über seine Verbindungen zu kreuz.net erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Mainzer Bischof Kardinal Lehmann macht sich völlig unglaubwürdig. Die Mitarbeiterschaft von Pfarrer Jolie bei kreuz.net ist nach anfänglichem Leugnen nun erweisen. Es ist ein Skandal, dass dennoch nichts unternommen wird. Das Bistum Mainz hat klar zugegeben, dass Jolie Kontakte zu der Redaktion von kreuz.net hatte und auch Texte lieferte. Aber statt arbeitsrechtliche oder kirchenrechtliche Konsequenzen zu ziehen, übt man sich in Vergebung.

Von soviel Milde und Nachsicht können homosexuelle Angestellten der katholischen Kirche und ihrer Sozialeinrichtungen nur träumen. Wenn bekannt wird, dass Lesben und Schwule in einer Eingetragenen Partnerschaft leben, sind die Bistümer mit einer Kündigung immer schnell dabei.

Ganz anders im Falle des Pfarrers Jolie: Obwohl festgehalten wird, dass sein Verhalten eines Priesters unwürdig ist und die Kirche beschädigt hat, wird nur dessen Schulter getätschelt. Vor diesem Hintergrund sind die verbalen Distanzierungen des Bistums gegenüber den Hetzern von kreuz.net vollkommen unglaubwürdig.

Wir erwarten von der Katholischen Bischofskonferenz, dass sie allen katholischen Pfarrern, Ordensangehörigen und Beschäftigten in katholischen Einrichtungen ausdrücklich verbietet, bei dem „Hassportal“ kreuz.net mitzuarbeiten oder dort Beiträge zu veröffentlichen und dass sie für den Fall der Zuwiderhandlung Disziplinarmaßnahmen androht.


zur Erklärung des Bistums

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