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Politik muss Regenbogenfamilien anerkennen und gleichstellen

Sonntag findet der Zweite Internationale Regenbogenfamilientag statt

Anlässlich des Zweiten Internationalen Regenbogenfamilientags am kommenden Sonntag erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert den Gesetzgeber auf, Regenbogenfamilien endlich rechtlich gleichzustellen. Sie sind längst Teil der Realität, erhalten regen Zuwachs und bereichern die Vielfalt der Familienformen.

Das Bundesverfassungsgericht hat deutlich gemacht, dass auch gleichgeschlechtliche Eltern durch Art. 6 im Grundgesetz geschützt sind. Dennoch verweigert ihnen die Regierungskoalition weiterhin gleiche Rechte und Respekt. Zeitgerechte Familienpolitik muss alle Familienformen gleichberechtigt fördern. Selektive Benachteiligung von Regenbogenfamilien, auf Grund der Partei-Ideologie, ist undemokratisch und trifft direkt und in erster Linie Kinder und Jugendliche dieser Familienform. Eine solche Politik ist unsozial und spaltet die Gesellschaft.

Politikerinnen und Politiker der Union haben in den vergangenen Monaten immer wieder Regenbogenfamilien diffamiert. Auch das ist nicht hinnehmbar, da solche Äußerungen Homophobie befördern.

Mit dem Internationale Regenbogenfamilientag wird an Politik und Gesellschaft appelliert, sich für eine gleichberechtigte Vielfalt an Familienformen stark zu machen. Zu oft stoßen Regenbogenfamilien auf Unkenntnis und mitunter auch auf Vorurteile und offene Diskriminierung. Sie werden weiterhin steuerlich benachteiligt, im Abstammungsrecht nicht berücksichtigt und durch das Verbot der gemeinsamen Adoption bei der Familiengründung ausgebremst. Das schadet auch dem Kindeswohl.

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare schafft hier Abhilfe.

Alle Aktionen zum Regenbogenfamilientag unter www.lsvd-blog.de/?p=5395

Weitere Informationen unter www.internationalfamilyequalityday.org

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