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Konsequenter Kampf gegen Homophobie notwendig

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

(20.11.2014) Zur heute vorgestellten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) «Fragile Mitte - Feindselige Zustände» erklärt Axel Blumenthal, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD): 

Die neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt:  Rassismus und Homophobie sind weiterhin ein gravierendes Problem in der Gesellschaft. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert die Bundesregierung auf, beim versprochenen Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie endlich in die Gänge zu kommen. Es ist unverantwortlich, das Thema weiter auszusitzen. 

Ein auffälliger Befund der Studie ist, dass die Abwertung von homosexuellen Menschen sowie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Islamfeindlichkeit in der Gruppe der Jüngeren häufiger als bei Befragten zwischen 30 und 60 Jahren zu finden ist. (Zahlen zur Abwertung von homosexuellen Menschen: 13,3 % in der Altersgruppe 16-30 Jahre, gegenüber 5 % bei den 30-60 Jährigen und 21 % bei den über 60jährigen). 

Diese Zahlen unterstreichen, wie notwendig Bildungspläne der Länder sind, die im Schulunterricht die Vielfalt der Gesellschaft vermitteln und deutlich machen, dass Homosexualität und Transsexualität Teil gesellschaftlicher Normalität sind. Wenn Gegner der Bildungspläne mit kaum kaschierten Hassparolen, Verzerrungen und Verdrehungen gegen eine Pädagogik der Vielfalt in Feld ziehen, wollen sie die homophobe Abwertung von Menschen weiter bestärken. Es wird höchste Zeit, dass sich alle demokratischen Parteien von homophober Progaganda klar und deutlich distanzieren.

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