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„Wie tolerant ist Deutschland?“

Die Deutschen sind weiter als die Regierung Merkel

(14.01.2014) Zu der von RTL in Auftrag gegebenen repräsentativen forsa-Umfrage „Wie tolerant ist Deutschland?“ erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt die Ergebnisse der forsa-Umfrage. Die große Mehrheit (65%) der Deutschen ist für die vollständige Gleichstellung Homosexueller. Zwei Drittel wollen die Öffnung der Ehe und das volle Adoptionsrecht für Homosexuelle.

Das sind erfreuliche Ergebnisse. 82% der Eltern geben an, dass sie ihre Kinder unterstützen würden, wenn diese homosexuell sind. Wie mickerig ist dagegen das, was die Regierung Lesben und Schwulen anzubieten hat!  

Die Ergebnisse zeigen, wie weit sich Merkel mit ihrer jahrelangen Gleichstellungs-Verweigerung von den Menschen entfernt hat. Die Bürgerinnen und Bürger sind mehrheitlich respektvoll und aufgeschlossen. Gerade die positive Einstellung der Eltern gegenüber ihren homosexuellen Kindern zeigt den erfreulichen Wandel in der gesellschaftlichen Entwicklung. Die familiäre Unterstützung beim Coming-out ist sehr wichtig.

Gleichzeitig rufen die Zahlen dazu auf, in den Anstrengungen für eine moderne Gesellschaft nicht nachzulassen. Immerhin hat noch ein Drittel der Menschen Vorbehalte. Jeder Dritte in der Schulklasse, jeder Dritte am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit betrachtet Homosexuelle als Menschen mit minderen Rechten. Da liegen die Ursache für Tabus und Ängste. Homophobie spielt sich in den Köpfen ab. Deshalb sind Bildungsprogramme, wie die in Baden-Württemberg so wichtig. Nur wer schon in jungen Jahren über die Vielfalt der Gesellschaft informiert wird, entgeht einer engstirnigen und homophoben Einstellung gegenüber den anderen. Auch das wird von der Bevölkerung mehrheitlich unterstützt: 63% sind dafür, dass die Rechte von Homosexuellen Thema des Schulunterrichts sind.

Frauen und junge Leute zeigen sich in der Umfrage als zuverlässige Unterstützer für die Gleichstellung, Männer und ältere Menschen tun sich noch deutlich schwerer. Der LSVD wird weiterhin bei allen für Akzeptanz und Respekt werben.

Die Studie ist bislang nicht veröffentlicht worden, sie wurde von RTL bei forsa in Auftrag gegeben und kann nur darüber bezogen werden.

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