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Außer Spesen nichts gewesen

25.10.2015

Bischofssynode findet keinen Weg in die Moderne

Zum Ausgang der Bischofssynode in Rom erklärt Manfred Bruns, Sprecher der Lesben- und Schwulenbandes (LSVD):

Die Bischofsynode bekräftigt den menschenfeindlichen Kampf gegen die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen und gleichgeschlechtlichen Paaren. Darüber können auch einige milde Worte nicht hinwegtäuschen. Die Katholische Kirche trägt damit Mitverantwortung für schwere Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern dieser Welt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert die deutschen Bischöfe auf, sich von dieser Haltung klar zu distanzieren.

Die Traditionalisten hatten vor der Synode mit Spaltung gedroht, wenn sich die Synode dafür aussprechen sollte, wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zuzulassen und die Lebenspartnerschaften von Homosexuellen nicht weiter zu verdammen. Das hat die Synode offenbar so beeindruckt, dass selbst  das Schuldbekenntnis der deutschsprachigen Bischöfe, oft sehr hartherzig über Alleinerziehende oder Homosexuelle geurteilt zu haben, unter den Tisch fiel.

Dieses Schuldbekenntnis deutschsprachiger Bischöfe ist zudem so lange nichts wert, wie es nicht in tätige Reue mündet. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat nur zwei Tage nach der Bekanntgabe der von den deutschsprachigen Synodenteilnehmern formulierten Entschuldigung vehement gegen Homosexuelle polemisiert und gleichgeschlechtliche Ehen als Zerstörung der bislang gültigen familiären Ordnung bewertet.

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