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Am Ende siegen Vernunft und der konsequente Kampf für die Öffnung der Ehe

(28.06.2017) Zur Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses zur „Ehe für alle“ erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Das Ende der rechtlichen Diskriminierung ist zum Greifen nah. Der Rechtsausschuss des Bundestages hat mehrheitlich empfohlen, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden soll. Die Blockade ist aufgebrochen. Damit ist der Weg frei für die Abgeordneten des Bundestages, ihrem Gewissen zu folgen.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert die Abgeordneten auf, der Ehe für alle am Freitag mit breiter Mehrheit ihr Ja-Wort zu geben. Die Bevölkerung hat das längst getan. Langjährige Überzeugungsarbeit trägt nun endlich Früchte. Vor genau 25 Jahren, im August 1992, hat unser Verband die „Aktion Standesamt“ organisiert. 250 lesbische und schwule Paare haben damals bundesweit auf Standesämtern das Aufgebot bestellt und für sich das Recht auf Eheschließung eingefordert. Seitdem wird in Gesellschaft und Parlament breit darüber diskutiert. Seitdem kämpft der LSVD auf allen Ebenen für die Öffnung der Ehe. Jetzt kommt der Tag der Entscheidung.

Wir sind froh, dass ein langer Weg, den unser Verband zusammen mit vielen Verbündeten gegangen ist, sich dem Ende nähert. Die Abgeordneten können nun das tun, wofür sie gewählt wurden: Dem Wohle des Volkes dienen und dafür sorgen, dass im Eherecht für alle Bürgerinnen und Bürger dieses Landes Gleichheit vor dem Gesetz gilt.

Pressemeldung als pdf

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

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