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UN-Menschenrechtsrat erneuert Mandat für Experten für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität

Wichtige Institution für Wahrung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen bleibt erhalten

(12.07.2019) In seiner 41. Sitzung hat der UN-Menschenrechtsrat heute die Verlängerung des Mandats für den unabhängigen Experten zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität erneuert. Dazu erklärt Axel Hochrein, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt die Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats, das Mandat für den unabhängigen Experten zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität zu erneuern. Damit bleibt eine wichtige und unabhängige Institution für die Förderung und Wahrung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) auf UN-Ebene erhalten.

In vielen Ländern werden Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verfolgt, kriminalisiert oder ermordet. Das Recht auf persönliche Sicherheit, auf Privatsphäre, auf Meinungs-, Presse-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit ist für LSBTI in einer Vielzahl von Ländern nicht einmal ansatzweise gewährleistet. Die Vereinten Nationen spielen eine wichtige Rolle im globalen Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung. Im Vorfeld hat der LSVD mit über 1.000 anderen Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt beim UN-Menschenrechtsrat die Erneuerung des Mandats unterstützt.

Hintergrund
Die UN hat 2016 mit Vitit Muntarbhorn den ersten unabhängigen Experten für SOGI ernannt. Im Herbst 2017 übernahm Victor Madrigal-Borloz das Amt. In den letzten Jahren ist es trotz großer Widerstände und einzelner Rückschläge gelungen, in den UN-Gremien, insbesondere im Menschenrechtsrat und in der UN-Vollversammlung erste Beschlüsse über die Gewährleistung der Menschenrechte für LSBTI zu erreichen.

Deutschland setzt sich in der UN LGBT Core Group und der Equal Rights Coalition, der es 2016 beigetreten ist, für die Menschenrechte von LSBTI ein. Der LSVD engagiert sich mit seinen Partnerorganisationen und als Mitglied der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) dafür, dass all diese Ansätze gefestigt, verstetigt und kontinuierlich ausgebaut werden.

Homepage des Unabhängigen Experten zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität beim Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR).

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Menschenrechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Unterstützen Sie „Menschenrechte, Vielfalt und Respekt“! Mit Ihrer Spende oder Mitgliedschaft. Vielen Dank.

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