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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

05. September 2007

Aufruf zur Demonstration. Keine Abschiebung von Yasmin K. in den Tod

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ruft zur Protestkundgebung vor dem Büro des Berliner Innensenator Dr. Körting auf.


Wir protestieren gegen die drohende Abschiebung der lesbischen Asylbewerberin Yasmin K. (Name geändert).

  • Wo: Senatsverwaltung für Inneres und Sport Klosterstraße 47, 10179 Berlin
  • Wann: Donnerstag, 06. September 2007, 13.30 Uhr

Die Iranerin Yasmin K. wurde im letzten Jahr zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nachdem sie über die Türkei nach Deutschland geflohen war, beantragte sie in Berlin Asyl. Doch für die Behörden ist ihre Geschichte nicht glaubhaft genug. Sie verlangen, dass die Homosexualität bewiesen wird.
Sie führen an, dass die im Iran lebende Mutter bei einem Gespräch mit deutschen Behörden die Homosexualität der Tochter bestritten habe. Kein Wunder, denn im Iran steht auf Homosexualität die Todesstrafe.

Immer wieder werden Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet. Im Juli 2005 wurden laut Berichten aus dem Iran zwei Jugendliche wegen homosexueller Beziehungen im Norden des Landes gehängt. In den vergangenen Wochen gab es eine regelrechte Hinrichtungswelle. Auch viele Homosexuelle sollen ihr zum Opfer gefallen sein.

Es ist davon auszugehen, dass Yasmin K. im Iran um ihr Leben fürchten muss, sollte sie dorthin abgeschoben werden. Wir fordern den Berliner Innensenator Dr. Körting dazu auf, die Abschiebung von Yasmin K. in den Tod zu verhindern.