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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

30. November 2006

Das Risiko kennen und mehr Verantwortung wagen

Für eine neue Offensive in der AIDS Politik


Für eine neue Offensive in der AIDS Politik

Zum Weltaidstag 2006 erklärt Axel Blumenthal, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Leider meinen heute immer mehr Menschen, HIV/AIDS sei eine Sache, die sie nicht betrifft. Im gesellschaftlichen Bewusstsein ist das enorme Risiko der Ansteckung und Verbreitung nur unzureichend präsent. Fortschritte in der Behandlung von HIV/AIDS und die großen Erfolge der Präventionskampagnen haben zu einer gefährlichen Sorglosigkeit geführt.

Es fehlt an zielgruppenspezifischen Präventionsangeboten, die das veränderte Risikoverhalten von homosexuellen und bisexuellen Männern berücksichtigen. Erschreckend ist auch die Unkenntnis über die Gefährdung durch sexuell übertragbare Krankheiten (STD) bei den Jugendlichen.

Der LSVD fordert deshalb eine neue Offensive in der AIDS-Prävention: Dazu gehört die Ausweitung des Angebotes der Gesundheitsämter. Sie müssen gezielt junge Menschen ansprechen und niedrigschwellige Angebote schaffen. Zudem muss das Gefährdungspotential anderer STDs systematisch angegangen werden. Wir fordern für Männer die Sex mit Männern haben die Einrichtung von anonymen Testmöglichkeiten für alle STDs. Auch die Gesundheitsberatung und Schulaufklärung muss die Gefährdung durch andere STDs stärker thematisieren.

Die fehlende Lust zur Verantwortung hat aber auch mit der geringen Perspektive zu tun, die sich aus der Sicht vieler homosexueller Männer für das Leben im Alter bietet. Ein alter Schwuler zu werden, ist für viele leider kein erstrebenswertes Ziel. Die Community und die Politik sind hier gefordert, neue und positive Perspektiven zu eröffnen.

http://typo3.lsvd.de/620.0.html