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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

09. September 2008

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Elephant Man Konzerte abgesagt


Die für Oktober in Deutschland geplanten Konzerte von Elephant Man (Stuttgart am 8.10., München am 9.10., Hamburg am 18.10. und Dortmund am 19.10.) wurden vom Veranstalter abgesagt. Dies teilt Revelation Concerts auf seiner Homepage mit. Siehe http://www.revelation-concerts.de

Der Stuttgarter Veranstalter Contour Music liefert auf seiner Homepage eine etwas konfuse Begründung, vermisst eine "konstruktive Lösung" des Problems, spricht von "persönlichen Abneigungen" und sieht "derzeit keine Zukunft für Dancehall / Reggae Künstler in Deutschland und Europa". Siehe http://www.contour-music.de/index.php?elephant_man_2008

Der LSVD hatte bei den Polizeipräsidien und Staatsanwaltschaften der vier oben genannten Städte Anzeige erstattet. In mehreren Songs ruft Elephant Man dazu auf, schwule Männer mit einem Maschinengewehr zu töten. So etwa in den Songs "A Nuh Fi Wi Fault", "We Nuh like Gay" und "Log on". Am 29.08.08 hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Initiative des LSVD die CD "Log on" von Elephant Man wegen ihrer schwulenfeindlichen Mordaufrufe indiziert. Zudem hatte Volker Beck die Initiative ergriffen, damit der Interpret kein Einreisevisum für den Schengenraum erhält.

Wir meinen, dass hierzulande kein Interpret auftreten darf, der zu Mordtaten an Schwulen und Lesben aufruft. Deshalb werden wir auch weiterhin schwulenfeindlicher Hassmusik aus Jamaika, Deutschland oder sonstwo entschieden und nachhaltig entgegentreten.