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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD-Pressedienst

29. Juli 2005

Familie ist, wo Kinder sind

LSVD weist CSD-Kritik von Bischof Fürst zurück


Zur Kritik von Bischof Gebhard Fürst am Motto des Stuttgarter Christopher Street Days (CSD) erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) weist die Kritik von Bischof Fürst am Stuttgarter CSD-Motto „Familie heute“ entschieden zurück. Familie ist da, wo Kinder mit Liebe und Fürsorge betreut werden, sei es durch heterosexuelle, gleichgeschlechtliche oder allleinstehende Eltern. Fürsts Angriff auf das CSD-Motto ist beleidigend für alle lesbischen Mütter und schwulen Väter.

Der Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst hatte das Motto des Christopher-Street-Days gestern heftig kritisiert. Fürst erklärte, „homosexuelle Interessengruppen“ beförderten eine „schleichende Auflösung des Leitbildes von Ehe und Familie“.

Der von Fürst propagierte katholische Familienbegriff stellt in Abrede, dass auch Lesben und Schwule Familie leben. Sie sind Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder und oftmals selbst Eltern. Als Lebenspartner übernehmen sie gleiche Pflichten wie Eheleute. Anstatt dies zu respektieren, macht Fürst Front gegen Lesben und Schwule. Er fördert damit Vorurteile und Diskriminierung.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt es ausdrücklich, dass der baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner (CDU) hier andere Akzente setzt. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für den Stuttgarter CSD hat Renner ein deutliches Zeichen für die Anerkennung und gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen gesetzt.