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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

12. Juni 2005

Grundrechte gelten für alle!

Lesben und Schwule setzen in Warschau Grundrecht auf Demonstration durch


Zur gestrigen Warschauer Gleichberechtigungsparade erklärt Philipp Braun, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes:

Es ist ein Erfolg für die Menschenrechte in Polen und Europa überhaupt, dass die Gleichberechtigungsparade in Warschau stattfand, und dies trotz des rechtswidrigen Verbots, das der Warschauer Bürgermeister Lech Kaczynski ausgesprochen hatte. Grundrechte gelten für alle! Auch in Polen und auch für Lesben und Schwule. Das muss auch Lech Kaczynski lernen und akzeptieren.

Auch der LSVD war mit mehreren Vorstandsmitgliedern in Warschau präsent.

Unser Respekt gilt den Organisatoren und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Warschauer CSD. Beeindruckend war die internationale Solidarität im Vorfeld der Warschauer CSD-Demonstration, die massive Unterstützung für das Grundrecht auf Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit.

Dennoch: Die gestrigen Ereignisse in Warschau zeigen, dass der Kampf für Menschenrechte, für die Grundrechte von Lesben und Schwulen in Polen noch längst nicht gewonnen ist. Die Übergriffe rechtsradikaler Jugendlicher, die Ausbrüche von Hass und Gewalt gegen friedlich Demonstrierende gehen auch zurück auf solch populistische Politiker wie den Warschauer Bürgermeister, der auf dem Rücken von Lesben und Schwulen Wahlkampf und Politik macht.

Wes Geistes Kind Kaczynski ist, zeigen seine Anwürfe gegen die Warschauer Polizei, die versucht hatte, die Demonstranten vor den Attacken der Rechtsradikalen zu schützen. Ein solcher Bürgermeister und Präsidentschaftskandidat ist eines demokratischen Polens und Europas absolut unwürdig.

Zur internationalen Solidarität siehe auch den vom LSVD initiierten Appell "Grundrechte gelten für alle"!:

http://typo3.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Warschau.pdf

bzw. http://ilga.org/petition_detail.asp?PetitionIdentification=4