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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

05. Mai 2006

Grundwerte der Verfassung

Die Anerkennung von Homosexuellen gehört dazu


Zur Einigung der Innenministerkonferenz über die Vereinheitlichung der verpflichtenden Integrationskurse für die Einbürgerung erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Wer den Anspruch erhebt, in den Integrationskursen die Grundwerte der Verfassung zu vermitteln, darf die Anerkennung der Pluralität von Lebensentwürfen nicht vergessen. Art. 2 des Grundgesetzes garantiert die freie Entfaltung der Persönlichkeit, damit auch das Selbstbestimmungsrecht von Lesben und Schwulen. Deshalb müssen Themen wie der Respekt für verschiedene Lebensweisen sowie die Lebensrealität von Lesben und Schwulen integraler Bestandteil von Sprach- und Integrationskursen werden.

Integrationskurse bieten eine hervorragende Möglichkeit, Grundwerte wie Pluralismus, das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, Lesben und Schwulen und das Diskriminierungsverbot der Verfassung zu vermitteln. Vorschläge zur Gestaltung der Lehrpläne und Angebote zur Qualifizierung des Lehrpersonals sind bereits im Rahmen von Projekten des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) entwickelt worden.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Als Bürgerrechtsverband streitet der LSVD für eine Kultur des Respekts gegenüber Lesben und Schwulen. Wir engagieren uns für Gleichberechtigung und vertreten die Interessen unserer Mitglieder mit Migrationshintergrund. Wir kämpfen gegen Fremden- und gegen Homosexuellenfeindlichkeit.