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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

17. Mai 2006

IDAHO: International Day Against Homophobia

Bundesregierung soll Petition an UNO unterzeichen


Zum heutigen „International Day Against Homophobia“ erklärt Sabine Gilleßen, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Weltweit sind Lesben und Schwule, die offen leben und ihre Homosexualität nicht verstecken, von Diskriminierung und Verfolgung bedroht. Wir fordern die Bundesregierung auf, dem Beispiel Belgiens, Frankreichs und des Europäischen Parlamentes zu folgen, die Petition an die UNO zu unterzeichnen und sich dafür einzusetzen, dass die Vereinten Nationen den 17. Mai zum Aktionstag gegen Homosexuellenfeindlichkeit erklären.

Die Bilanz der Grund- und Menschenrechtsverletzungen gegenüber Homosexuellen ist erschreckend. In mindestens 75 Staaten ist die gleichgeschlechtliche Liebe noch immer strafbar. In Afghanistan, Iran, Jemen, Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien, Nigeria, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Sudan steht auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. Vielerorts in der Welt sind sich Politiker und Vertreter unterschiedlichster Religionen einig in ihrer offensiv feindseligen Einstellung gegenüber Homosexuellen.

Der Internationale Tag gegen Homophobie soll die internationalen Aktivitäten koordinieren und Respekt für Lesben und Schwule weltweit einfordern. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, der Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel strich.

Weitere Informationen: http://www.idahomophobia.org

Petitionstext: http://www.idahomophobia.org/article.php3?id_article=10