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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD-Pressedienst

26. Juli 2005

Protest erfolgreich: Andre Aragoli freigelassen

LSVD: Behörden sollen Lebenspartnerschaft ermöglichen


Zur Freilassung des Iraners Andre Aragoli aus der Abschiebehaft erklärt Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) begrüßt die Freilassung von Andre Aragoli aus der Abschiebehaft. Die Proteste von LSVD und vielen Einzelpersonen haben zu einem ersten Erfolg geführt. Nun kommt es darauf an, dass Aragoli mit seinem Freund wie geplant in Frankfurt am Main eine Lebenspartnerschaft eingehen kann.

Zum Hintergrund: Aragolis Asylantrag war im Oktober 2004 mit der Begründung abgewiesen worden, Homosexuellen drohe im Iran keine Verfolgung. Als er mit seinem Freund eine  Lebenspartnerschaft eingehen wollte, wurde dies vom Frankfurter Standesamt abgelehnt.

Es ist jedoch eine Tatsache, dass im Iran homosexuelle Menschen immer noch mit staatlicher Verfolgung bis hin zur Todesstrafe rechnen müssen. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass der iranischen Botschaft offenbar bekannt ist, dass Aragoli eine Lebenspartnerschaft eingehen will.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert den Hessischen Innenminister auf, die Ausländerbehörde anzuweisen, dass Andre Aragoli nunmehr eine Duldung erhält. Die Frankfurter Stadtverwaltung fordern wir auf, dafür Sorge zu tragen, dass Aragoli eine Lebenspartnerschaft eingehen kann. Mit dem selbstgewählten Partner eine rechtliche Beziehung einzugehen, ist eine Frage der Menschenrechte.

Wir rufen deshalb dazu auf, auch weiterhin Protestschreiben an den Petitionsausschuss im Hessischen Landtag, die zuständige Ausländerbehörde und das Frankfurter Standesamt zu schicken. Weitere Informationen und Musterschreiben finden sich auf der für Andre Aragoli eingerichteten Website www.aragoli.info.ms