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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

10. August 2006

Schikanöse Untersuchungshaft in Warschau

Wowereit soll bei Warschau-Besuch schikanöse Untersuchungshaft eines Berliners ansprechen


10.08.2006

LSVD: Wowereit soll bei Warschau-Besuch schikanöse Untersuchungshaft eines Berliners ansprechen

Seit zwei Monaten sitzt ein Berliner Bürger in polnischer Untersuchungshaft.

René K. hatte sich an der Gleichheitsparade in der polnischen Hauptstadt beteiligt. Die erhobenen Gewaltvorwürfe der polnischen Polizei stehen im Widerspruch zu Fotos und Augenzeugenberichten, die der Anwalt des Untersuchungshäftlings ermittelt hat. Aus Anlass des für morgen anstehenden Besuchs des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit in Warschau erklärt Philipp Braun, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD):

Angesichts der inzwischen bekanntgewordenen Umstände erweist sich die Untersuchungshaft des jungen Berliners als schikanös.

Wir fordern den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit auf, bei seinem Besuch in der polnischen Hauptstadt und seinen Gesprächen mit dem Warschauer Bürgermeister die fragwürdigen Umstände dieser Untersuchungshaft anzusprechen.

Wenn die Staatsanwaltschaft bislang keine entlastenden Umstände ermittelt hat, stellt sich die Frage nach der Einseitigkeit der Ermittlungen.

Der LSVD hat bereits wenige Tage nach der Inhaftierung des Berliners das Auswärtige Amt schriftlich um konsularische Unterstützung für den Berliner Bürger und um Sicherstellung eines Rechtsbeistandes gebeten.

LSVD Pressestelle

Eberhard Zastrau

Pressesprecher

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.

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