Zum Inhalt - Zur Navigation

Inhalt

Wann können Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten?

Der ausländische Ehegatte oder Lebenspartner eines Deutschen erhält die deutsche Staatsangehörigkeit frühestens nach einem rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland von drei Jahren. Weitere Voraussetzung ist regelmäßig ein Bestand der Ehe oder Lebenspartnerschaft von mindestens zwei Jahren. Außerdem muss der Ausländer imstande sein, sich und seine Angehörigen zu ernähren und Deutsch beherrschen. Dafür muss der Ausländer die Anforderungen der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch (B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) in mündlicher und schriftlicher Form erfüllen.

Sonst erhalten Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit frühestens nach einem rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland von acht Jahren. Wenn der Ausländer durch eine Bescheinigung des BAMF nachweist, dass er erfolgreich an einem Integrationskurs teilgenommen hat, wird die Frist auf sieben Jahre verkürzt. Bei Vorliegen besonderer Integrationsleistungen, insbesondere beim Nachweis von besseren Sprachkenntnissen als B1, kann sie auf sechs Jahre verkürzt werden.

Der Ehegatte, der Lebenspartner und die minderjährigen Kinder des Ausländers können mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht seit acht Jahren rechtmäßig im Inland aufhalten.

Zu den weiteren Voraussetzungen für die Einbürgerung siehe § 10 StAG und die Webseiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Ausführliche Auskunft über alle Aspekte der Einbürgerung erhalten sie auf der Webseite der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration