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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Erinnerung an sexuelle bzw. queere Minderheiten aus der Zeit des NS

30.11.2021 18:00
LSVD-Bundesverband

Wann ist es möglich, einerseits in der Gedenkstätte von Auschwitz und Birkenau und andererseits im Deutschen Bundestag zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, die homosexuellen (aus heutiger Sicht der LSBTTIQ*) Opfer, durch ein entsprechendes Erinnern und durch Orte des Gedenkens angemessen zu würdigen?

Datum:
30.11.2021 18:00
Adresse

online

Beschreibung:

"Es ist an der Zeit, dass gründliche Kenntnis und Forschung über die Verfolgtengruppe queerer NS-Opfer, ein selbstverständlicher Teil der Erinnerungskulturen wird."

Prof. em. Dr. Marcia Kula*, ehemals Universität Warschau, im Buch "Erinnern in Auschwitz auch an sexuelle Minderheiten" herausgegeben im Querverlag von
Joanna Ostrowska, Joanna Talewicz-Kwiatkowska und Lutz van Dijk (Hrsg)

Anlässlich des Queeren Bildungsexpress (Herbst 21) möchten wir Sie zu dieser Online-Veranstaltung einladen. Wir möchten anhand der thematischen Stichwörter "Interdisziplinäre Forschung sowie Erinnerungskultur und Wissensvermittlung im öffentlichen Raum" mit Ihnen über Handlungsbedarfe diskutieren.

mit

  • Dr. Andrea Genest
    Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück
  • Ina Rosenthal
    Vorständin Lesbenring e.V.
  • Henny Engels
    Vorständin LSVD-Bundesverband

moderiert

  • Uwe Fröhlich
    BAG Schwulenpolitik-Dachstruktur QueerGrün, LAG QueerGrün Brandenburg

Hier kann sich für die Veranstaltung angemeldet werden.

Esther Bejarano, die kürzlich verstorbene Musikerin, Zeitzeugin und Ehrenpräsidentin des Auschwitz-Komitees Deutschland hat es in einem Geleitwort kürzlich so beschrieben:

"Nach der Befreiung 1945 riefen wir Überlebenden alle "Nie wieder!". Für unsere Mitgefangenen mit dem Rosa Winkel galt das aber nicht: Sie wurden in den meisten Ländern, auch in Deutschland, weiter verfolgt. In Deutschland ist das zwar endlich vorbei. Aber ein aufrichtiges und umfassendes Erinnern an die homosexuellen Frauen und Männer, die damals litten und starben, fehlt noch immer und ist dringend nötig - sowohl im Deutschen Bundestag am Holocaust-Gedenktag - als auch in der Gedenkstätte Auschwitz."

Die Debatten um das "Wie" um ein "Queeres Erinnern" der heutigen Generationen von LSBTTIQ* sowie der Zivilgesellschaft und der Politik sollte endlich und mehr geführt werden. Die Online-Veranstaltung versteht sich als ein Auftakt für breitere Aktivitäten im gesellschaftlichen Diskurs in Brandenburg und Berlin. Dabei steht im Fokus der
Veranstaltung, die

  • Erinnerung und lesbische Sichtbarkeit durch eine Gedenkkugel für lesbische Frauen und Mädchen in der Gedenkstätte Ravensbrück
  • Erinnerung an den bevorstehenden 80. Jahrestag einer konzentrierten Mordaktion im ehemaligen SS-Zwangsarbeiterlager, Klinkerwerk Oranienburg im Sommer 1942
  • Erinnerung in Auschwitz auch an sexuelle Minderheiten

Wann ist es möglich, einerseits in der Gedenkstätte von Auschwitz und Birkenau und andererseits im Deutschen Bundestag zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, die homosexuellen (aus heutiger Sicht der LSBTTIQ*) Opfer, durch ein entsprechendes Erinnern und durch Orte des Gedenkens angemessen zu würdigen?

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