Neuigkeiten

16.09.2020
Was hat der LSVD getan und erreicht?Tätigkeitsbericht des Bundesvorstandes zum LSVD-Verbandstag 20202020 war und ist für den LSVD ein ganz besonderes Jahr. Gegründet am 18. Februar 1990   haben wir in 30 Jahren engagiert und erfolgreich dafür gearbeitet, die rechtliche und die gesellschaftliche Situation von LSBTI zu verbessern.
08.09.2020
„Viel Zeit, Geduld und Diplomatie“Interview mit Jenny Luca Renner, LSBTTIQ*-Vertretung im ZDF-FernsehratIm März 2015 hatte sich die Landesregierung Thüringen in letzter Minute entschlossen, eine LSBTI-Vertretung in den ZDF-Fernsehrat zu entsenden. Die Kampagne des LSVD war erfolgreich. Seit 2016 übernimmt der LSVD Thüringen mit Jenny Luca Renner die Vertretung von LSBTI in diesem Gremium.
01.07.2020
Erfurt: LSVD-Talk „LSBTTIQ* im ZDF-Fernsehrat“Zum Auftakt soll es um die LSBTIQ*-Vertretung im ZDF-Fernsehrat gehen. Jenny Luca Renner stellt vor, was in den vergangenen Jahren passiert ist und wie es weiter gehen kann.
18.06.2020
Thüringer Landtag macht Weg frei für erneutes LSBTTIQ*-Mandat im ZDF-FernsehratLSVD Thüringen erhält Sitz im ZDF-FernsehratThüringer Landtag benennt erneut LSVD Thürigen für den LSBTTIQ*-Sitz im ZDF-Fernsehrat
05.06.2020
Queer und sicher im NetzRatgeber: Was tun bei Cybermobbing und Hate Speech? Online – das sind alle Jugendlichen in Deutschland. Für sie hat das Netz einen riesigen Stellenwert. LSBT-Jugendliche sind sogar länger online, aktiver in Foren, stellen häufiger selbst Inhalte ins Netz, bloggen und twittern mehr. Aber wenn sie die positiven Aspekte des Netzes nutzen möchten, müssen sie gleichzeitig damit rechnen, dort diskriminiert und belästigt zu werden.
03.01.2020
Queer und sicher im NetzFachforum auf dem 3. Regenbogenparlament "Akzeptanz für LSBTI* in Jugendarbeit und Bildung"Welche Erfahrungen machen LSBTIQ im Netz und den sozialen Medien? Was tun bei Cybermobbing und Hate Speech? Was können Schule und Jugendarbeit tun, um digitale Kompetenz zu stärken? Was können Eltern tun und wo ist die Politik in der Verantwortung?
17.09.2019
Wie nutzen LSBT*Q-Jugendliche das Netz und welche Erfahrungen machen sie?Interview mit Dr. Claudia Krell vom Deutsches Jugendinstitut und Mitautorin der Studie “Queere Freizeit. Inklusions- und Exklusionserfahrungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und *diversen Jugendlichen in Freizeit und Sport.„Queere Freizeit“ ist eine Studie über das Freizeitverhalten von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Jugendliche und junge Erwachsenen (LSBTIQ). Im Interview beschreibt Mitautorin Claudia Krell die Erfahrungen von LSBTIQ im digitalen Raum und welche Handlungsanforderungen für Politik und Gesellschaft sich daraus ergeben.

Was steht dazu in unserem Programm?

  • Vielfältige Kultur- und Medienlandschaft sichern

    Vielfältige Kultur- und Medienlandschaft sichern

    Kulturschaffen hat für LSBTI eine wichtige Funktion bei der Formulierung von Identitäten. Ebenso wichtig ist es für die Vermittlung von LSBTI-Thematiken in die Mehrheitsgesellschaft, sei es in Museen, Film oder Theater. LSBTI-Belange müssen bei der Förderung von Kulturprojekten durch Bund, Länder und Gemeinden angemessen berücksichtigt werden. 

    Die Freiheit der Kunst ist ein hohes Gut. Nicht selten musste sie gegen Zensurversuche von Sittenwächtern verteidigt werden, die homosexuelle Themen als unmoralisch, pornografisch und jugendverderblich verteufeln. Kulturschaffende galten und gelten als besonders offen gegenüber LSBTI. Es gibt aber in einzelnen Musikszenen, insbesondere in den Sparten Hip-Hop und Dancehall, Interpreten, die systematisch Hass gegen LSBTI verbreiten und zur Gewalt bis hin zum Mord aufrufen. Damit wird eine Grenze überschritten. Aufrufe zur Gewalt sind nicht mehr von der Kunst- und Meinungsfreiheit gedeckt. Der LSVD macht mobil gegen solche Hassmusik: in erster Linie durch Überzeugungsarbeit gegenüber Veranstaltern, Fans und Musikhandel, durch Protest und Öffentlichkeitsarbeit, notfalls aber auch durch Strafanzeigen und Indizierungsanträge. Wir fordern Musikindustrie, Veranstalter und Kulturpolitik auf, Verantwortung zu zeigen. Hasssänger sollen keine Bühne erhalten. 

    In der Medienberichterstattung über LSBTI hat sich vieles zum Besseren gewandelt. Während viele Blätter, Portale und Sender seriös und angemessen berichten, schweigen manche Medien Forderungen von LSBTI aber bis heute überwiegend tot. Andere behandeln LSBTI-Themen überwiegend in reißerischer oder voyeuristischer Aufmachung. Provokativ herabsetzende Aussagen gegen LSBTI bringen heute oft eine Eintrittskarte für Talkshows. Ressentiments dürfen aber nicht salonfähig werden. Gesellschaftspolitisch wollen wir darauf hinwirken, dass in den Medien ausgewogen und selbstverständlich über LSBTI berichtet wird. 

    Meinungsfreiheit heißt, vor staatlichen Eingriffen geschützt zu sein. Meinungsfreiheit bedeutet aber nicht, einen Anspruch auf Sendezeit zu haben, um krude Thesen über Homosexualität zu verbreiten und gegen Menschen zu hetzen. Wir wehren uns dagegen, dass Argumentationsmuster, die allein der Diffamierung dienen und die Existenz von LSBTI als Menschen gleicher Würde infrage stellen, als bloße „Debattenbeiträge” verharmlost werden. Angriffe auf die Würde und die Menschenrechte von LSBTI können nicht einfach als Teil eines legitimen Meinungsspektrums bagatellisiert werden. Die Medien sollen und müssen Meinungsvielfalt und gesellschaftliche Debatten abbilden, aber sie stehen auch in einer ethischen Verantwortung, Diskriminierung nicht zu befördern, sondern Ressentiments und Hetze aktiv entgegen zu wirken.

    2016 konnte der LSVD erstmals einen Sitz im ZDF-Fernsehrat erringen und ist heute in weiteren Rundfunkräten vertreten. Das ist aber noch nicht flächendeckend der Fall. Die gesellschaftliche Vielfalt muss sich in den Rundfunkräten aller öffentlich-rechtlichen Medien und den entsprechenden Gremien der Landesmedienanstalten abbilden. LSBTI müssen hier überall Sitz und Stimme erhalten.