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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Neuigkeiten

18.12.2020
Endgültig vom Tisch: Verschärfung der Diskriminierung lesbischer ElternpaareBundesrat verabschiedet Adoptionshilfe-Gesetz in neuer FassungDer LSVD begrüßt, dass mit dem heute vom Bundesrat verabschiedeten Adoptionshilfe-Gesetz die befürchtete Verschärfung der Diskriminierung lesbischer Elternpaare nun endgültig vom Tisch ist. Wir haben intensiv dafür gekämpft, dass dieses Gesetz in seiner ursprünglichen Fassung nicht verabschiedet wird.
27.11.2020
Wo steht der Aktivismus zur Stärkung der Menschenrechte von LBTIQ in Namibia?Online-Talk mit Liz Frank (Women's Leadership Centre) und Martina Backes (iz3w) über über historische Hintergründe der Diskriminierung von LBTIQ und über aktuelle Kämpfe von Frauenrechtsorganisationen und LBTIQ in Namibia.
24.11.2020
Tag gegen Gewalt an Frauen: Gewalt gegen Lesben, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Frauen ist auch geschlechtsspezifische GewaltInklusive und umfassende Umsetzung der Istanbul-Konvention notwendigDeutschland hat die Istanbul-Konvention ratifiziert. Diese fordert ausdrücklich positive Aktionen, um dafür Sorge zu tragen, dass Präventionsmaßnahmen speziell den Bedürfnissen schutzbedürftiger Personen entsprechen und meint dabei explizit auch lesbische, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Frauen.
06.10.2020
Ergebnisse des LSVD-Regenbogenparlaments "Selbst.verständlich Vielfalt - LSBTIQ gehören dazu"Strategien gegen LSBTIQ-Feindlichkeit: Videoaufzeichnungen der WebtalksErgebnisse und Mitschnitte Webtalks: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an der Grundschule?! • „Gender-Gaga“ & „Besorgte Eltern“ - Angriffe auf Pädagogik der Vielfalt • LSBTIQ in der Erwachsenenbildung • Lesbische Sichtbarkeit in der Mädchen*arbeit • Regenbogenfamilien in der Familienhilfe

Was steht dazu in unserem Programm?

  • Gesellschaftliche Sichtbarkeit stärken

    Gesellschaftliche Sichtbarkeit stärken

    LSBTI gibt es überall. Oft sind sie aber nicht sichtbar. Studien zufolge wagt es zum Beispiel nur die Hälfte der Lesben und Schwulen, sich gegenüber ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen zu outen. Nicht wenige Bereiche sind offen lebenden Lesben und Schwulen faktisch noch immer versperrt. In Führungspositionen der Wirtschaft sind sie praktisch nicht zu finden, ebenso wenig in manchen Berufssparten. Das betrifft längst nicht nur die Fußballbundesliga. Wir wollen die Sichtbarkeit fördern. Niemand soll und darf zum Outing gezwungen werden. Aber wir wollen ein Klima schaffen, das allen ein offenes Leben möglich macht. Staat und Wirtschaft müssen hier mehr tun. So sollten Ausbildungskampagnen wie beispielsweise durch die Industrie- und Handelskammern LSBTI als eine Zielgruppe sichtbar machen und ausdrücklich adressieren. Das gleiche gilt für Werbekampagnen für den öffentlichen Dienst, zum Beispiel den Polizeidienst.

    Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat ist zur Durchsetzung von Gleichberechtigung und Beseitigung bestehender Nachteile verpflichtet, sagt das Grundgesetz. Im öffentlichen Leben ebenso wie in der Arbeitswelt ist dieser Programmsatz noch nicht voll verwirklicht. Frauen sind bis heute eine benachteiligte Mehrheit. Lesben sind von dieser Situation besonders betroffen. Viele Lesben haben in der Frauenbewegung erheblich dazu beigetragen, dass Frauen öffentlich stärker wahrgenommen und mehr anerkannt werden, dass Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem definiert wurde, dass Frauen ein selbstbestimmtes Verhältnis zur weiblichen Sexualität entwickelten, und blieben doch als Lesben oft unsichtbar. In der Öffentlichkeit wird das Engagement von Lesben bislang sehr unzureichend wahrgenommen. Der LSVD setzt sich für eine deutlich größere Sichtbarkeit von Lesben ein. Wir stärken lesbische Frauen jeden Alters in ihrem Engagement für eine Politik der Gleichberechtigung und für die Vielfalt ihres selbstbewusst gelebten lesbischen Lebens.