Neuigkeiten

26.10.2020
Faktenpapiere zum Thema Intergeschlechtlichkeit/ IntersexualitätWas ist Intergeschlechtlichkeit bzw. eine Variante der Geschlechtsentwicklung? Warum werden immer noch genitalverändernde OPs an intergeschlechtlich geborenen Kindern vorgenommen?Dokumentation der Broschüren des Vereins Intersexuelle Menschen. Diese Faktenpapiere entstehen seit 2020 im Rahmen des Kompetenznetzwerkes "Selbst.verständlich Vielfalt".
26.10.2020
Hauptforderung: Genitalverändernde Operationen an intergeschlechtlich geborenen Kindern verbietenZweite Broschüre mit Fakten zu IntergeschlechtlichkeitIntergeschlechtliche Kinder werden oft medizinischen Behandlungen unterzogen, die ihre Genitalien chirurgisch oder hormonell an die männliche oder weibliche Norm anpassen sollen. Diese OPs ohne Einwilligung der Betroffenen sind schwere Menschenrechtsverletzungen und müssen endlich verboten werden.
16.09.2020
Was hat der LSVD getan und erreicht?Tätigkeitsbericht des Bundesvorstandes zum LSVD-Verbandstag 20202020 war und ist für den LSVD ein ganz besonderes Jahr. Gegründet am 18. Februar 1990   haben wir in 30 Jahren engagiert und erfolgreich dafür gearbeitet, die rechtliche und die gesellschaftliche Situation von LSBTI zu verbessern.
01.09.2020
Diskriminierung am Arbeitsplatz - Was Unternehmen dagegen tun könnenDiversity-Strategien und Antidiskriminierungsrichtlinien für einen offenen und diskriminierungsfreien ArbeitsplatzLSBTI können sowohl unter den Kund*innen als auch unter den Mitarbeitenden sein. Was können Unternehmen und Arbeitgeber*innen für offene, inklusive und wertschätzende Unternehmens- und Organisationskultur tun?
25.08.2020
Materialempfehlung zum Thema Vielfalt: Familie, Geschlecht & sexuelle IdentitätBilderbücher, Spiele und Fachliteratur - Empfehlungen des Konsultationsangebots Regenbogenfamilie und des RegenbogenfamilienzentrumsOb Zuhause, in der Kita oder Schule: Bilderbücher und Spiele für Kinder sowie Fachbücher zu den Themen Familienvielfalt, lesbische Mütter & schwule Väter, Regenbogenfamilien, Pflegschaft & Adoption, Trans- & Intergeschlechtlichkeit, Geschlechterrollen oder gleichgeschlechtliche Liebe
13.08.2020
Mit welcher Identität und welchem Personenstandseintrag leben intergeschlechtliche Menschen?Erste Broschüren mit Fakten zu IntergeschlechtlichkeitDas erste Faktenpapier gibt einen Überblick darüber, was Intergeschlechtlichkeit bzw. Variante der Geschlechtsentwicklung eigentlich ist und klärt über Geschlechtsidenität und über die vier möglichen Geschlechtseinträge im Personenstandsrecht auf.
10.08.2020
Was denkt man in Deutschland über Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen?Einstellungen zu LSBTI, Homosexualität, Transgeschlechtlichkeit und Regenbogenfamilien in DeutschlandWie homophob ist Deutschland? Wie verbreitet ist Transphobie bzw. Transfeindlichkeit? Was denken die Deutschen über LSBTI? Ergebnisse von Studien und Umfragen über die Einstellungen zu Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI)?

Was steht dazu in unserem Programm?

  • Selbstbestimmung für transgeschlechtliche Menschen durchsetzen

    Selbstbestimmung für transgeschlechtliche Menschen durchsetzen

    Das Transsexuellengesetz (TSG) von 1980 setzt Menschen, die ihre Vornamen oder die Geschlechtszugehörigkeit verändern wollen, immer noch langwierigen bürokratischen Verfahren aus. Wir streiten für eine menschenrechtsorientierte Reform des Transsexuellenrechts, die die Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Dabei gilt es, das TSG als Sondergesetz aufzuheben und notwendige Regelungen in bestehendes Recht zu integrieren. Leitbild muss die persönliche Freiheit sein und nicht eine überkommene Ordnungsvorstellung über Geschlechtszugehörigkeit. Die tatsächliche Vielfalt der geschlechtlichen Identitäten muss akzeptiert werden. Insbesondere muss künftig die Vornamens- und Personenstandsänderung allein auf Antrag beim Standesamt ermöglicht werden, ohne Gutachten, ärztliche Atteste oder Gerichtsverfahren. Das Offenbarungsverbot hinsichtlich des früheren Vornamens oder Personenstandes muss gestärkt und Verstöße müssen wirksam sanktioniert werden. Es braucht einen gesetzlichen Anspruch auf Neuausstellung (als Original) von Zeugnissen und Arbeitsdokumenten bei Namens- bzw. Personenstandsänderung.

  • Trans- und intergeschlechtlichen Menschen Selbstbestimmung ermöglichen

    Trans- und intergeschlechtlichen Menschen Selbstbestimmung ermöglichen

    Intergeschlechtliche Menschen haben das Gesundheitswesen bisher oft als Ort der Gewalt erlebt. Ärztinnen und Ärzte in Deutschland unternehmen bis heute noch unnötige Genitaloperationen an Kindern. Statt die Annahme natürlicher Zweigeschlechtlichkeit zu hinterfragen, werden Menschen „passend“ gemacht. Diese Operationen sind keine Heileingriffe, sondern verletzen das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit, Selbstbestimmung und Würde von intergeschlechtlichen Menschen und verstoßen gegen die UN-Kinderrechtskonvention sowie das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau. Nicht lebensnotwendige medizinische Behandlungen von intergeschlechtlichen Menschen ohne ihre vorherige freie und vollständig informierte Einwilligung müssen verboten werden. Begleitend sind umfassende und vorurteilsfreie Informationen für Eltern intergeschlechtlicher Kinder notwendig. Das Thema Intergeschlechtlichkeit muss in die Ausbildung medizinischer und sozialer Berufe Eingang finden.

    Transpersonen wird eine bestmögliche physische und seelische Gesundheit oftmals unmöglich gemacht. Die (Psycho-)Pathologisierung von Transidentitäten und Zwangsbegutachtungen gehören abgeschafft. Transgeschlechtliche Menschen müssen das Recht haben, über ihren Körper selbst zu bestimmen. Hinsichtlich Anwendung und Verfügbarkeit medizinischer Hilfen darf kein Druck auf sie ausgeübt werden. Umgekehrt aber müssen sämtliche geeigneten medizinischen Maßnahmen allen transgeschlechtlichen Menschen zur Verfügung stehen, die diese benötigen. Die Leistungspflicht gesetzlicher Krankenkassen zu bedarfsgerechten geschlechtsangleichenden Maßnahmen muss gewährleistet sein. Die oft langwierigen Verfahren bei den Krankenkassen zur Kostenübernahme für geschlechtsangleichende Maßnahmen und Operationen müssen durch im Dialog mit der Zivilgesellschaft entwickelte Richtlinien vereinfacht, beschleunigt und vereinheitlicht werden.

  • Unrecht anerkennen und Entschädigung leisten

    Unrecht anerkennen und Entschädigung leisten

    Über den Bereich der Strafverfolgung hinaus gilt es weiteres Unrecht aufzuarbeiten, das durch historische Untersuchungen nach und nach ans Licht kommt. Dazu zählen zum Beispiel Fälle, bei denen lesbischen Müttern wegen ihrer Homosexualität das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen wurde. Neue Forschungsergebnisse machen deutlich, dass die drohende Kindeswegnahme viele Frauen daran hinderte, ihren Wunsch nach einem lesbischen Leben zu verwirklichen, da sie für das Verlassen der Ehe mit dem Verlust der Kinder bestraft worden wären.

    Bedrückend ist auch das vielen Jugendlichen zugefügte Unrecht, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer geschlechtlichen Identität oder ihres Geschlechtsausdrucks in Heime, Psychiatrien und ähnliche Einrichtungen eingewiesen wurden. 

    Hier müssen auch die Eingriffe an intergeschlechtlichen Menschen benannt werden, die im Säuglings-, Kindes- oder Jugendalter ohne die vorherige, freie und vollständig informierte Einwilligung medizinischen Zwangsbehandlungen, insbesondere Sterilisierungen, unterzogen wurden. Wir fordern für sie Entschädigung und angemessene gesundheitliche Versorgung.

    Bis das Bundesverfassungsgericht die entsprechende Bestimmung des Transsexuellengesetzes für verfassungswidrig erklärte, mussten sich Trans-Personen einem die äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterziehen und sich sterilisieren lassen, um personenstandsrechtlich im empfundenen und gelebten Geschlecht Anerkennung zu finden und eine Ehe bzw. eingetragene Partnerschaft eingehen zu können. Auch diese vom Gesetz erzwungenen Zumutungen müssen anerkannt und die Opfer entschädigt werden.