Zum Inhalt - Zur Navigation

Inhalt

Dokumentation

Pressemeldung von LSVD-Pressedienst

17. August 2005

Gleichstellung mit Kirchhof unvorstellbar

LSVD kritisiert Berufung von Paul Kirchhof in Kompetenzteam.


Zur Berufung von Paul Kirchhof in das Kompetenzteam von CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel erklärt  Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sieht in der Berufung von Paul Kirchhof kein gutes Zeichen. Kirchhof ist ein entschiedener Gegner der Eingetragenen Lebenspartnerschaft. Angela Merkel signalisiert mit seiner Berufung zum Finanzexperten, dass es unter einer Unionsregierung in der Lesben- und Schwulenpolitik keine Fortschritte geben wird.

Kirchhof ist Verfechter eines streng konservativen Familienbildes, in dem Lesben und Schwule keinen Platz haben. Das Lebenspartnerschaftsgesetz hatte er unter anderem als eine „Pervertierung des Verfassungsauftrags“ verurteilt.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) bedauert es, dass sich mit der Berufung Kirchhofs erneut die Gegner einer fortschrittlichen Lesben- und Schwulenpolitik in der Union durchgesetzt haben. Die längst überfällige Gleichstellung von Lebenspartnern bei der Erbschafts- und Einkommenssteuer ist mit einem Finanzexperten Paul Kirchhof leider unvorstellbar.