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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

01. Juni 2006

Lesben und Schwule protestieren vor russischer Botschaft und vor Konsulaten

Protestaktionen am 2. Juni in Berlin, Hamburg, Bonn und München


Für den Lesben- und Schwulenverband erklärt Axel Hochrein, Bundesvorstand des LSVD:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ruft dazu auf, gegen Unterdrückung und Gewalt gegenüber Homosexuellen in Russland zu protestieren. Das Verbot einer Bürgerrechtsdemonstration in Moskau und die staatlich tolerierte Gewalt gegen Schwule und Lesben sind Alarmsignale. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck und weitere Bürgerrechtsaktivisten wurden in Moskau verletzt und zeitweise von der Polizei festgenommen. Hiergegen muss in Deutschland deutlich Flagge gezeigt werden.

Empörend sind auch die anschließenden Äußerungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow und des Moskauer Bürgermeisters Jurij Luschkow, die jegliches Verständnis für die Menschenrechte vermissen lassen. Luschkow diffamiert die homosexuellen Bürgerinnen und Bürger und stachelt damit selbst die Gewalt an.

Wir fordern die Regierung Russlands auf, den Moskauer Behörden Einhalt zu gebieten und Hasspredigern ebenso entgegenzutreten wie rechtsextremen Schlägerbanden. Wenige Tage, nachdem die Russische Föderation den Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats übernommen hatte, sind die Vorgänge in Moskau ein Schlag ins Gesicht für die älteste kontinentaleuropäische Gemeinschaftsinstitution. Die Russische Föderation ist aufgefordert, die Menschenrechte endlich wirksam und umfassend zu gewährleisten.

Protestaktionen finden statt in

• Berlin um 12.30 Uhr vor der Botschaft der Russischen Föderation, Unter den Linden 63 - 65

• Bonn um 12.30 Uhr vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation, Waldstr. 42

• Hamburg um 12.30 Uhr vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation, Am Feenteich 20

• München um 14.00 Uhr vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation, Seidlstr. 28