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Dokumentation

Pressemeldung von LSVD

12. Dezember 2006

LSVD erhält offiziellen UN Beraterstatus

Erstmalig schwul-lesbische NGOs auf Weltebene anerkannt


Berlin/New York: Der Wirtschafts- und Sozialausschuss der UN (ECOSOC) hat gestern dem Antrag des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) auf Akkreditierung als Nichtregierungsorganisation mit offiziellem Beraterstatus mit 24 zu 16 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Dazu erklärt Jacques Teyssier, Sprecher des LSVD:

Gemeinsam mit ILGA Europe und der dänischen LBL hat sich der LSVD seit letztem Jahr um die Anerkennung durch die UNO bemüht. Damit können erstmalig auch die Belange von Homosexuellen auf Weltebene vertreten werden.

Wir sind stolz und glücklich über diesen hart erkämpften Erfolg. Die offizielle Anerkennung von schwul-lesbischen Organisationen ist vielen Staaten sehr schwer gefallen. Eine unheilige Allianz bestehend aus Vatikan, afrikanischen und islamischen Staaten sowie Russland und China hatte sich bis zum Schluss gegen die Akkreditierung gewandt. Es gilt nun, die Foren der „Weltregierung“ dazu zu nutzen, systematisch Menschenrechtsverletzungen gegen Lesben und Schwule anzuprangern.

Dank der massiven Unterstützung der deutschen Delegation ist es gelungen, im zuständigen Ausschuss nach langen und zähen Verhandlungen eine Mehrheit für die Akkreditierung lesbisch-schwuler Organisationen zu finden. Wir begrüßen besonders auch das Engagement der finnischen Vertreter, zugleich amtierende Sprecher der Europäischen Union. Finnland betonte die Bedeutung von ILGA Europe, der dänischen LBL sowie des LSVD für die Menschenrechtsarbeit, Genderfragen, die Gesundheitsentwicklung sowie Aufklärung und Akzeptanz von Diversity.

Weitere Informationen unter:

http://www.un.org/News/Press/docs/2006/ecosoc6242.doc.htm