Homophober und gefährlicher Humbug

Bund Freier evangelischer Gemeinden rät zu Umpolungstherapien

Pressemitteilung vom 07.02.2019

In seiner Orientierungshilfe „Mit Spannungen umgehen. Zur Homosexualität in freien Evangelischen Gemeinden“ fordert der Bund Freier Evangelischer Gemeinden Lesben und Schwulen zu Enthaltsamkeit auf und empfiehlt Therapien zur Veränderung der sexuellen Orientierung. Dazu erklärt Henny Engels, Mitglied im Vorstand des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD):

Umpolungstherapien sind homophober und gefährlicher Humbug. Homosexualität war nie eine Krankheit und bedarf keiner Heilung. Das haben auch der Weltärztebund und die Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Mit seiner Position zu Homosexualität stellt der Bund Freier evangelischer Gemeinde seinen Status als Freier Träger der Jugendhilfe in Frage.

Für den Lesben und Schwulenverband (LSVD) ist klar: Es darf keinerlei öffentliche Förderung für Institutionen geben, die solche „Behandlungen“ anbieten oder empfehlen. Zum Schutz von jungen Menschen müssen Umpolungs- und Konversionstherapien an Minderjährigen gesetzlich verboten werden. Die Bundesregierung, die Landesregierungen und alle zuständigen Behörden müssen öffentlich vor solchen gefährlichen Pseudo-Therapien warnen.

Hintergrund

Sogenannte „Umpolungs- und Konversionstherapien“ werden vor allem von religiös-fundamentalistischen Organisationen angeboten. Sie zielen ausgehend von einer Abwertung von Homosexualität auf eine Änderung von Sexualverhalten und sexueller Orientierung ab.

Der Bund Freier evangelischer Gemeinden hat 479 Gemeinden mit über 41.000 Mitgliedern, noch mehr besuchen die Gottesdienste, darunter auch 10.000 Kinder. Knapp 350 seiner Gemeinden engagieren sich für Teenager und Jugendliche in Form von Gruppenangeboten. Sie erreichen damit über 8.000 Jugendliche. Etwa 1.800 Mitarbeitende sind dafür aktiv.

Orientierungshilfe des Bundes Freier evangelischer Gemeinden „Mit Spannungen umgehen. Zur Homosexualität in freien Evangelischen Gemeinden“

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