Spielberechtigung von trans- und intergeschlechtlichen Menschen verbessert

Antrag 53 des Arbeits-Verbandstages des Berliner Fußball-Verbandes angenommen

Pressemitteilung vom 17.11.2019

Gestern fand der Arbeits-Verbandstag des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) statt. Der Antrag (Nr. 53) des Ausschusses für Fairplay und Ehrenamt, Menschen mit dem Personenstandseintrag „divers“ die Entscheidung zu überlassen, ob die Spielberechtigung für die Frauen- bzw. Mädchenteams oder die Herren- und Jungenteams erteilt werden soll, wurde mehrheitlich angenommen.

„Es ist wichtig, dass auch trans- und intergeschlechtliche Menschen die Möglichkeit haben, ohne Einschränkungen ihrem Hobby nachzugehen und am organisierten Fußballsport teilzunehmen“, so Christian Rudolph, Leiter des Projektes Soccer Sound, der für den Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg seit mehreren Jahren im Ausschuss für Fairplay und Ehrenamt mitarbeitet.

Die Spielberechtigung bleibt während ärztlich begleiteter geschlechtsangleichender Maßnahmen der Personen bestehen. Dies gilt auch dann, wenn diese Maßnahme z.B. die Einnahme von Sexualhormonen, hormonblockierenden Medikamenten oder operative Eingriffe umfassen. Die Person erhält auf Antrag während dieser Zeit die Spielberechtigung für ein Team desjenigen Geschlechts, in dem sie bislang nicht gespielt hat und dessen Angleichung angestrebt wird.

Es wird eine Vertrauensperson vom BFV ernannt, an die sich Personen und Vereine wenden können, um die erforderlichen Nachweise vorlegen zu können.

Der Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg dankt allen Engagierten beim BFV, die diesen richtungsweisenden Beschluss vorbereitet und ermöglicht haben.

Antraege_zum_Arbeits-Verbandstag

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