Hass und Hetze entschieden entgegentreten

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist Mahnung für heute

Pressemitteilung vom 26.01.2020

2020 jährt sich zum 75. Mal die Befreiung Deutschlands und Europas vom Nationalsozialismus. Am 27. Januar wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren. Dazu erklärt Henny Engels, Mitglied im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD:

Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus führt vor Augen, was geschehen kann, wenn Hass und Hetze eine Gesellschaft vergiften, wenn eine Mehrheit gleichgültig wird gegenüber dem Leben Anderer, wenn sie Ausgrenzung und Entrechtung zulässt und unterstützt. In einer Zeit, in der Hass und Hetze wieder Konjunktur haben, zeigt sich: Um Freiheit, Gleichheit und Respekt muss täglich neu gerungen werden. Staat und Gesellschaft sind in der Pflicht, allen Formen von Hasskriminalität entschieden und wirksam entgegenzutreten. Hier darf es keine Ausgrenzung und kein Totschweigen geben.

Eine demokratische Erinnerungskultur muss die nationalsozialistische Verfolgungs- und Unterdrückungspolitik in ihrer Gesamtheit im Blick haben und insbesondere auch heute noch bestehende Lücken angegangen werden. Das Schicksal der homosexuellen Verfolgten der NS-Zeit muss im Gedenkjahr 2020 allerorten einen würdigen und angemessenen Ausdruck finden. Eine zentrale Aufgabe ist dabei, in der Gedenkstätte Ravensbrück ein würdiges Gedenkzeichen für die im KZ Ravensbrück inhaftierten, gefolterten und ermordeten Lesben zu schaffen.

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