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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD⁺)

25 Jahre Lebenspartnerschaft

LSVD⁺ betont Zusammenhalt innerhalb der Community

Pressemitteilung vom 01.08.2026

Berlin, 01.08.2026. Vor genau 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft. Es eröffnete gleichgeschlechtlichen Paaren erstmals die Möglichkeit, eine rechtlich verbindliche Lebensgemeinschaft einzugehen und schuf wesentliche Rechte, u. a. das Aufenthaltsrecht in Deutschland für ausländische Partner*innen. Anlässlich dieses Jubiläums erklärt Alexander Vogt aus dem Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt:

Vor 25 Jahren konnten queere Paare zum ersten Mal eine rechtlich verbindliche Lebensgemeinschaft eingehen. Wir denken heute an den harten und langen Kampf, den unsere Community geführt hat, damit seit 2001 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften in Deutschland geschlossen werden konnten. Wir danken allen Mitstreiter*innen auf diesem Weg und erinnern an unsere Verbandsgründung, mit der ein zentraler Grundstein für den Kampf der Gleichstellung queerer Paare in Deutschland gelegt wurde.

Für LSBTIAQ* in Deutschland war das Lebenspartnerschaftsgesetz ein großer Meilenstein. Trotzdem stand schon damals für uns fest: Das rechtliche Institut der Lebenspartnerschaft war eben noch keine Eheöffnung und damit auch keine vollständige Gleichstellung. Viele Rechte mussten in den Folgejahren erst gerichtlich erstritten werden. Auch bald zehn Jahre nach der Eheöffnung sind wir noch nicht am Ziel, denn: Regenbogenfamilien sind im Abstammungsrecht noch immer nicht gleichgestellt! Alle Demokrat*innen sind gefordert, sich für queere Gleichstellung als Menschenrecht einzusetzen.

Die Gleichberechtigung fällt LSBTIAQ* auch heute nicht einfach zu, sondern muss weiterhin mutig und oft mühsam erstritten werden. Der Blick auf Länder wie die USA zeigt, wie bereits errungene Gleichstellungserfolge wieder in Frage gestellt werden können. In den letzten Jahren wurde dort intensiv über die Wiederabschaffung der Ehe für alle debattiert. Für uns steht fest: Unser Kampf darf genau jetzt nicht nachlassen. Das Lebenspartnerschaftsgesetz und weitere Schritte der rechtlichen Gleichstellung wurden nur durch die konzertierte Zusammenarbeit innerhalb der queeren Community möglich. Besonders in Zeiten zunehmender Bedrohungen und globaler Backlashs ist es enorm wichtig, als Community unsere vereinten Kräfte einzusetzen, denn nur zusammen sind wir stark!

Zum Hintergrund:

Bereits 1990 forderte der damalige Schwulenverband in Deutschland (SVD) mit seinem ersten Grundsatzprogramm die Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare. Im August 1992 hat unser Verband die „Aktion Standesamt“ organisiert. 250 lesbische und schwule Paare haben damals bundesweit auf Standesämtern das Aufgebot bestellt (also ihre Eheschließungsabsicht öffentlich bekanntgegeben) und für sich das Recht auf Eheschließung eingefordert. Seitdem kämpfte der SVD und später der LSVD zusammen mit immer mehr Verbündeten auf allen Ebenen für die Öffnung der Ehe, die 2017 erfolgte.

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LSVD⁺-Bundesverband

Pressekontakt

Pressesprecher*in Kerstin  Thost

LSVD⁺-Bundesverband 
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10119 Berlin 

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Fax: (030) 78 95 47 79
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zuständiges Vorstandsmitglied

Alexander Vogt