Erster CSD in Offenbach: LSVD⁺ Hessen fordert kommunalen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt
Verband zieht positive Bilanz und fordert konkrete Maßnahmen bis 2027

Offenbach am Main, 23. September 2026. Der erste Christopher Street Day (CSD) in Offenbach am Main am 19. September 2026 war ein historischer Meilenstein für die Region. Unter dem Motto „Queer OF course“ setzte die Community ein deutliches Zeichen für gleiche Rechte, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Der LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt Hessen begleitete den CSD bereits in der Vorbereitung und war mit einem eigenen Stand vor Ort.
„Der erste CSD hat gezeigt, wie groß der Wunsch nach Sichtbarkeit und Teilhabe in Offenbach ist. Jetzt muss daraus konkrete kommunale Politik werden“, sagt Georgios Kazilas, Mitglied des LSVD⁺-Landesvorstands und Bürger der Stadt Offenbach, und erklärt weiter: "Wir appellieren an Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und die Stadtverordneten der demokratischen Parteien, sich über parteiliche Grenzen hinweg für einen verbindlichen kommunalen Aktionsplan Akzeptanz & Vielfalt einzusetzen. Der LSVD⁺ Hessen und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen stehen bereit, die Erarbeitung aktiv zu begleiten."
Der LSVD⁺ Hessen fordert Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke als Schirmherrn des ersten CSD sowie die 71 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung auf, verbindliche Maßnahmen noch vor dem nächsten CSD 2027 zu beschließen. Vorbild soll der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt (APAV) sein.
Der LSVD⁺ Hessen will den Dialog mit Politik, Schulen und Zivilgesellschaft in Offenbach fortsetzen.
Hintergrund:
Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt (APAV) ist der zentrale, im Juni 2017 verabschiedete und im Juli 2023 umfassend weiterentwickelte Baustein der hessischen LSBT*IQ-Politik. Ziel des Aktionsplans ist es, das diskriminierungsfreie und wertschätzende Miteinander zu stärken und zu gewährleisten, dass alle Menschen in Hessen ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität ohne Furcht offen leben können. In seiner aktuellen Fassung (APAV 2.0) bündelt das Programm insgesamt 65 konkrete Vorhaben, die sich auf die folgenden zehn Handlungsfelder verteilen:
- Kinder, Jugend, Familie
- Schule, außerschulische Bildung, (Fort- und Weiter-) Bildung, Hochschule, Studium
- Gesundheit, Pflege, Alter, Behinderung
- Polizei, Justiz, Ordnungsbehörden und allgemeine Verwaltung
- Gewalt, Gewalt im familiären und sozialen Nahraum
- Arbeitswelt, Land als Arbeitgeber
- Kultur und Freizeit
- Migration
- Trans und Inter*
- Erinnerungskultur, Forschung und bürgerschaftliches Engagement, öffentlicher Dialog
LSVD⁺ Hessen
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