LSVD

Bündnisse mit rechts – Nicht mit uns!

Pressemitteilung vom 07.02.2020

Die queeren Vereine, Gruppen und Initiativen im LSVD Landesverband der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Inter Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind empört, dass sich CDU und FDP in Thüringen nicht zu schade sind, gemeinsam mit der AfD unter Führung des Faschisten Höcke, einen Ministerpräsidenten ins Amt zu wählen.

Mit Bestürzung haben wir von diesen Ereignissen in Thüringen Kenntnis genommen. Die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich durch die Stimmen der AfD ist unabhängig von weiteren Entscheidungen ein verstörendes Zeichen und ein politischer Tabubruch.

Als Vertreter_innen von Organisationen, die gruppenbezogenen Dis-kriminierungen ausgesetzt sind und täglich gegen Ausgrenzung kämpfen müssen, sehen wir in der Entscheidung im thüringischen Landtag ein bedrohliches Zeichen gegen unsere Arbeit und es bedroht die Vielfalt, für die wir eintreten. Bereits gemachte gesellschaftliche und politische Fortschritte sind durch die Beteiligung rechter Parteien in Gefahr geraten!

Wir fordern Politiker_innen von CDU und FDP auf, sich deutlich von ihren Parteikolleg_innen in Thüringen zu distanzieren. Wir fordern ein deutliches Bekenntnis zu Werten wie Akzeptanz und Antidiskriminierung sowie gegen Antisemitismus, Xeno-, Homo-, Bi- und Transphobie.
Wir dürfen rechtsextremistischen Parteien wie der AfD keine Chance geben, unsere Demokratie weiter zu unterhöhlen und für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Schwerin, den 07.02.2020
Für die queere Community in Mecklenburg-Vorpommern
LSVD LV LSBTI* MV Gaymeinsam e.V.

LSVD Mecklenburg-Vorpommern Gaymeinsam

Pressekontakt

Pressesprecher Roy Rietentidt

LSVD-LV LSBTI* MV Gaymeinsam e.V.
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