Selbst.verständlich Vielfalt

LSVD startet mit Kompetenznetzwerk ins neue Jahrzehnt

Seit dem 1. Januar gibt es in Deutschland mit "Selbst.verständlich Vielfalt" erstmals ein Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Der LSVD hat gemeinsam mit dem Bundesverband Trans* und der Akademie Waldschlösschen die "Demokratie leben!" Förderung erlangt.

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es in Deutschland mit "Selbst.verständlich Vielfalt", erstmals ein Kompetenznetzwerk zum Abbau von Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Der LSVD hat gemeinsam mit dem Bundesverband Trans* und der Akademie Waldschlösschen die Förderung für das neue Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ erlangt. Der Verein Intersexuelle Menschen e.V. bereichert das LSVD-Projekt mit seiner Expertise zu den Varianten der geschlechtlichen Entwicklung. Zusammen mit unseren Partner*innen wollen wir für eine offene und vielfältige Gesellschaft eintreten.

Vielfaltswerkstätten entwickeln Bildungsformate

Die Förderung von Regenbogenkompetenz, dem professionellen und diskriminierungsfreien Umgang mit Themen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt, in der Jugendhilfe steht beim LSVD-Projektteil des Kompetenznetzwerkes im Mittelpunkt. Dazu entwickeln wir handpraktisches Bildungsmaterial für Multiplikator*innen und Lehrkräfte.Bereits bestehende Ansätze im Umgang mit Rechtspopulist*innen und religiösen Fundamentalist*innen aus unserem letzten Projekt „Miteinander stärken“ werden wir weiterdenken. In unseren Vielfaltswerkstätten wollen wir zusammen mit Interessierten kreative Bildungsformate entwickeln und Fachkräfte qualifizieren.

So werden wir dem Rechtsruck und der Homosexuellen-, Trans*- und Inter*-Feindlichkeit kreativ entgegenwirken. Mit unserer Projektarbeit tragen wir dazu bei, eine Allianz der Demokratieverteidiger*innen aufzubauen. Dabei ermutigen wir nicht nur zivilgesellschaftliche Organisationen im Umgang mit menschenfeindlichen Einstellungen, sondern werben auch für ein solidarisches Miteinander der Organisationen. Wir sind selbstbewusst. Wir sind vielfältig. Diese klare Botschaft wollen wir analog und digital  in allen Ecken der Republik vermitteln.

Regenbogenparlamente 2.0

Die Regenbogenparlamente werden wir als das bundesweite Regenbogen-Forum weiterentwickeln. Nach Berlin, Köln und Hamburg ist das vierte Regenbogenparlament am 19. September in Frankfurt am Main geplant.

Bei den Themenschwerpunkten werden wir Fachkräfte der Community und anderer Organisationen einbeziehen. Die Expertise wollen wir bündeln und den Regelstrukturen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der politischen Bildung zur Verfügung stellen. Wie kann ein queering in der Jugendhilfe erfolgreich gelingen? Welche Chancen haben wir, den alltäglichen Anfeindungen selbstbewusst entgegenzutreten? Wir wollen Qualifizierung, Diskussion und nachhaltige Vernetzung anbieten. Das stärkt nicht nur uns, sondern auch unsere Bündnispartner*innen.

Projektarbeit in Zeiten von Corona

Die umfangreichen Präventionsmaßnahmen, um den Schutz vor Corona zu erhöhen, haben auch unser Netzwerk getroffen. Bei allen Sorgen und abgesagten Veranstaltungen haben wir die herausfordernden Wochen und Monate genutzt, um die Digitalisierung unserer Projektformate voranzutreiben. Gemeinsam mit unseren Partner*innen haben wir viel über neue virtuelle Formen des Austausches und der Projektarbeit gelernt. Workshops und Netzwerktreffen konnten wir erfolgreich in virtuellen Räumen stattfinden lassen. Dies hat entscheidend dazu beigetragen, dass uns diese schwierige Zeit auch gestärkt hat und wir geplante Formate anpassen konnten. Mit unseren neuen Formen der Zusammenarbeit wollen wir zukünftig noch mehr Menschen erreichen und die Regenbogenkompetenz als gesamtgesellschaftliches Thema im Mainstream verankern.

Ansprechpersonen für das Projekt

Jürgen Rausch, juergen.rausch@lsvd.de     
Tel.: 0221 - 92 59 61 13  
Mobil: 0176 - 30 10 37 91

René Mertens, rene.mertens@lsvd.de
Tel.: 030 - 78 95 47 63

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