Kampagne gegen homophobe und transphobe Gewalt

344 Fälle von Hasskriminalität

Pressemitteilung vom 13.05.2020

Im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (17. Mai) hat das BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE heute seine diesjährige Kampagne gegen Hasskriminalität und häusliche Gewalt am Checkpoint Charlie in Berlin vorgestellt.

Die Kampagne wurde von der Berliner Agentur HELDISCH gestaltet. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne unter anderem über 2.000 Flächen im City Light Poster-Format im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung.

Kampagnenpartner sind die Berliner Polizei sowie der AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e. V., der Träger einer Zufluchtswohnung für schutzsuchende Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans* und intergeschlechtliche Menschen ist.

In 2019 wurden bei der Berliner Polizei 344 Fälle von Hasskriminalität gegen die sexuelle und geschlechtliche Identität erfasst. Die Zahl hat sich seit 2017 (172 Fälle) verdoppelt.

Hierzu erklärt Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg: „Auch in Zeiten von Corona stellt Gewalt im öffentlichen Raum als auch im häuslichen und familiären Kontext ein großes Problem dar. Wir ermutigen zu Anzeigen bei der Internetwache der Polizei oder zum Anruf bei der 110 in akuten Fällen. Menschen die von Zwangsverheiratung betroffen sind, können sich unter zufluchtswohnung@lsvd.de direkt an uns wenden.“

Um aktiv gegen Diskriminierung einzutreten setzt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg im Auftrag der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung – Landesantidiskriminierungsstelle (LADS), das von ihm initiierte BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ (IGSV) um. Ziel des Bündnisses ist es, ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Schirmherr des Bündnisses ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.

Kampagnen-Motive

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LSVD Berlin-Brandenburg

Pressekontakt

Pressesprecher*in Jörg Steinert

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) Berlin-Brandenburg e.V.
Kleiststraße 35
10787 Berlin

Tel.: 030 – 22 50 22 15
Fax: 030 – 22 50 22 21
E-Mail: joerg.steinert@lsvd.de