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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Alltag: Homophobe und transfeindliche Gewaltvorfälle in Deutschland

Chronik von Straftaten gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI)

Tagtäglich werden in Deutschland Menschen angepöbelt, bedroht und angegriffen, weil die Täter*innen ihren Hass auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) in Gewalt ausleben. 

Eine Person mit einem geschminkten, verlaufenen Regenbogen im Gesicht

Tagtäglich werden in Deutschland Menschen angepöbelt, bedroht und angegriffen, weil die Täter*innen ihren Hass auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) in Gewalt ausleben. Allein der Anblick einer trans* Person oder eines lesbischen oder schwulen Paares kann Gewalttäter*innen motivieren, brutal zuzuschlagen. 

Laut Bundesinnenministerium wurden für 2020 bis zum Stichtag 31.01.2021 insgesamt 204 Straftaten, davon 40 Gewaltdelikte im Unterthemenfeld "Geschlecht/sexuelle Identität" registriert. Damit sind transphob motivierte Taten gemeint. Im Unterthemenfeld "Sexuelle Orientierung" wurden insgesamt 578 Straftaten, davon 114 Gewalttaten registriert.  Diese Taten gelten als homophob motiviert. 

Insgesamt wurden 2020 folglich 782 Straftaten von Hasskriminalität gegen LSBTI registriert, darunter 154 Gewalttaten. Das ist ein Anstieg von 36% gegenüber 2019. Drei schwulenfeindlich motivierte Morde sind nicht in die Statistik eingegangen.

In diesem Beitrag sammeln wir Meldungen zu Hasskriminalität gegen LSBTI. Auffällig ist, dass sich viele der berichteten Fälle in Berlin ereignen. Das hat vor allem damit zu tun, dass in Berlin seit einigen Jahren mutmaßliche homophobe oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten ausdrücklich in den Polizeiberichten genannt. Berlin steht mit dieser Haltung aber bis heute weitgehend allein. Die Polizei in anderen Bundesländern ist aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.

Der LSVD fordert die Einsetzung einer unabhängigen Expert*innen-Kommission durch die Bundesregierung. Diese soll eine systematische Bestandsaufnahme aller Erscheinungsformen von LSBTI-Feindlichkeit und damit verbundener Hasskriminalität erarbeiten und der Bundesregierung sowie dem Bundestag einen Lagebericht mit Handlungsempfehlungen vorlegen.

Oktober 2021

10.10.2021
Bereits zum zweiten Mal wurde im baden-württembergischen Bad Waldsee eine Sitzbank in Regenbogenfarben Opfer eine Attacke. Diesmal kamen die unbekannten Täter*innen mit einem Brecheisen. (queer.de vom 11.10.2021)

09.10.2021
In Erfurt haben mehrere Männer nach dem CSD eine Regenbogenfahne verbrannt. (Thüringer Allgemeine vom 10.10.2021)

09.10.2021
Duisburg. Am frühen Samstagmorgen zündeten Unbekannte die Regenbogenfahne vor dem "Harlekin" in Duisburg an. Die Betreiber sind geschockt: "Das Fatale ist, dass man einen Brand des Hauses in Kauf genommen hätte." (queer.de vom 10.10.2021)

06.10.2021
Lüneburg. Anschlag auf das Büro der Falken: Mutmaßlich rechte Täter*innen durchschlugen die Frontscheibe, um eine Fahne der "Antihomophoben Aktion" zu entwenden. Der oder die Täter*innen entkamen unerkannt. (queer.de vom 9.10.2021)

September 2021

30.09.2021
In Schöneberg wurden zwei 31 und 48 Jahre alte Männer von einem Mann aus einer Gruppe heraus beleidigt. Zeugen riefen die Polizei, die den Verdächtigen fassen konnte. (Quelle: queer.de vom 1.10.2021)

24.09.2021
In Berlin wird eine trans Person von mehreren unbekannten Männern zunächst transfeindlich beleidigt. Die Abneigung wurde mit Spucken auf den Boden unterstrichen. Einer der Unbekannten entnahm dann ein mobiles Verkehrsschild aus der Halterung, hob es bedrohlich in die Höhe und lief auf die trans Person zu. Diese rannte davon, während der Mann sie mit dem schlagbereiten Schild verfolgte. (Quelle: queer.de vom 25.09.2021)

22.09.2021
In Rostock-Warnemünde beschmieren Unbekannte die Scheiben eines Geschäfts eines schwulen Ehepaars mit Hakenkreuzen und extrem schwulenfeindlichen Parolen wie "Homo raus", "Kinderficker" und "Schwuch[tel]verein". (Quelle: queer.de vom 24.09.2021

22.09.2021
In Berlin werden zwei junge Männer homophob beleidigt und körperlich angegangen. Nach ihrer Beschwerde über ein falsches Parkverhalten wurden sie von dem PKW-Fahrer und dessen Begleiter angegriffen. (Quelle: queer.de vom 23.09.2021)

21.09.2021
Nach einem Streit um die Bezahlung wird in Berlin ein Fahrgast von einem Uberfahrer homophob beleidigt und gegen den Kopf geschlagen. (Quelle: queer.de vom 21.09.2021)

19.09.2021
In Berlin wird ein Auto mit einem regenbogenfarbenen Kennzeichenhalterung mit Kot beschmiert. (Quelle: queer.de vom 21.09.2021)

18.09.2021
Beim CSD in Stendal (Sachsen-Anhalt) wird die Drag Queen Tatjana Taft beschimpft. (Quelle: Volksstimme vom 20.09.2021)

17.09.2021
Zwei junge Männer sind in Frankfurt schwulenfeindlich beschimpft und attackiert worden. Der 17- und der 21-Jährige hatten sich in der Nacht zum Samstag am Main im Stadtteil Sachsenhausen aufgehalten, als sie von den drei bislang unbekannten Männern zunächst beleidigt und dann angegriffen wurden. (Quelle: Mannschaft vom 20.09.2021)

12.09.2021
In Kreuzberg wurde eine trans* Frau von einem Unbekannten geschlagen und gewürgt, in Prenzlauer Berg eine queere Person auf einem U-Bahnhof angespuckt und mit Reizgas besprüht. (Quelle: queer.de vom 12.09.2021)

11.09.2021
Die Regenbogenfahne der Kulturinsel Stuttgart wird von der Hauswand gerissen und angezündet. (Quelle: Stuttgarter Nachrichten vom 15.09.2021)

10.09.2021
In Rheinbach wird ein trans Mann von einem Unbekannte attackiert und vergewaltigt. (Quelle: queer.de vom 14.09.2021)

10.09.2021
Ein junger Mann ist am Freitagmittag in einer Schule in Berlin-Wittenau schwulenfeindlich bedroht und geschlagen worden. Der 19-Jährige war in seinem Klassenraum in einem Oberstufenzentrum als zwei Jugendliche auf ihn zugingen, mit dem Tod bedrohte und schlugen. (Quelle: queer.de vom 11.09.2021)

07.09.2021
Immer wieder kommt es zu Angriffen auf die Beratungsstelle Sexualität und Gesundheit –  „check it“ in Troisdorf bei Bonn. Unbekannte versuchen, die gehisste Regenbogenfahne abzureißen. Die Schaufenster werden verschmutzt, ein klebriger Gegenstand nach einer Mitarbeiterin geworfen und Zwischenrufe von außen hätten den Betrieb des Jugendtreffs „Q“ gestört. (Quelle: Rhein-Sieg Rundschau vom 07.09.2021)

05.09.2021
Im Nordrhein-Westfälischen Olpe stören Neonazis der rechtsextremistischen Partei "Der III. Weg" den CSD. Die teilweise uniformiert auftretenden Nazis postierten sich am Rande der Wegstrecke, trugen LGBTI-feindliche Plakate, filmten und belästigten die Teilnehmenden. (Quelle: queer.de vom 08.09.2021)

04.09.2021
Unbekannte reissen in Bielfeld zwei Regenbogenfahnen von der Fassade des Frauenkulturzentrums und zünden diese an. (Quelle: Neue Westfälische vom 07.09.2021). 

04.09.2021
Unbekannte setzen eine im brandenburgischen Burg eine Regenbogenfahne in Brand, die in rund vier Metern Höhe an dem Fenster eines Bürogebäudes befestigt war. (Quelle: Meldung der Polizeidirektion Süd vom 07.09.2021)

03.09.2021
Während der Sommerferien beschmierten Unbekannte eine Schule in Bremen unter anderem mit queerfeindlichen Äußerungen und einem verfassungswidrigen Zeichen. Auch eine Regenbogenfahne wurde übermalt. (Quelle: queer.de vom 27.09.2021)

02.09.2021
Im bayerischen Buchloe werden zwei Regenbogenfahnen abgerissen und zerstört. (Quelle: Kreisbote vom 06.09.2021)

02.09.2021
In Düsseldorf geht eine siebenköpfige Gruppe Jugendlicher auf einen Mann los, weil er einen Mund-Nasen-Schutz in Regenbogenfarben trug. Sie beleidigen ihn, drei Jugendliche aus der Gruppe treten und schlagen ihn. Quelle: queer.de vom 03.09.2021)

August 2021

23.08.2021
Unbekannte gießen in Bremen vor einem queeren Beratungszentrum eine stinkende und reizende Säure, vermutlich Buttersäure (Quelle: Polizei Bremen vom 24.08.2021)

22.08.2021
Der erste CSD in der sächsischen Kleinstadt Taucha muss vorzeitig abgebrochen werden, weil er immer wieder von Neonazis gestört wurde. Laut dem Orgateam der Linksjugend Nordsachsen waren die Teilnehmenden nicht mehr sicher. Der ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Marco Böhme kritisierte, dass die zunächst wenigen Polizist*innen überfordert waren. (Quelle: queer.de vom 23.08.2021)

22.08.2021
In Berlin wird ein Mann homophob beleidigt, bedroht und geschlagen. Die beiden Täter sprühen ihm Pfefferspray ins Gesicht und versuchen ihn zu bestehlen. (Quelle: mannschaft vom 22.08.2021) 

17.08.2021
Seitdem der Münchner Priester Wolfgang F. Rothe den Polen Dariusz Oko wegen homofeindlicher Äußerungen angezeigt hat, bekommt er täglich Drohungen. Das Demokratie-Zentrum der Kirche in Bayern stärkt Rothe den Rücken und beklagt eine "Diffamierungskampagne einiger polnischer Medien und polnischer Politiker bis in Ministerkreise". (Quelle: katholisch.de vom 18.08.2021)

16.08.2021
Unbekannte übermalen die beiden Regenbogen-Markierungen in der Würzburger Innenstadt. Die Taten reihen sich in eine Kette ähnlicher Vorfälle in Würzburg ein. (Quelle: Mainpost vom 17.08.2021)

15.08.2021
Erneut wurden mehrere Regenbogenfahnen an der St.-Ida-Kirche in Münster abgerissen, angezündet, zerstört oder gestohlen. Ähnliche Vorfälle hatte es bereits in den vergangenen Wochen an weiteren Kirchen der Stadt gegeben. (Quelle: Westfälische Nachrichten vom 16.08.2021)

15.08.2021
In der S-Bahn wird eine 21jährige bedroht, queerfeindlich beleidigt, getreten und angespuckt. Zuvor hatte der unbekannte Täter mit einer Hand eine Pistole geformt und in Richtung der jungen Frau eine Schießbewegung ausgeführt. (Quelle: queer.de vom 16.08.2021)

14.08.2021
Beim CSD-Wochenende in Gelsenkirchen kommt es zu mindestens zwei queerfeindlichen Vorfällen. Ein Mann wird queerfeindlich beschimpft, mit der Faust bedroht und bespuckt. Eine Frau wird von einer Gruppe als "schwule Sau" angebrüllt und beschimpft. (Quelle: queer.de vom 17.08.2021)

14.08.2021
Eine Frau wird am Münchner Hauptbahnhof zunächst transfeindlich beleidigt und dann mit der Hand ins Gesicht geschlagen. (Quelle: Allgäuer Zeitung vom 16.08.2021)

13.08.2021
In Bremen wirft ein Mann zwei Steine in die Fensterscheibe einer Bar, in Kopf- und Sitzhöhe. Einer der Steine verfehlte einen Mitarbeiter nur knapp. Schon in der Vergangenheit bedrohte der Täter den Besitzer und Kneipenbesucher*innen und beschimpfte sie homophob. (Quelle: bunten und binnen vom 18.08.2021

08.08.2021
In Frankfurt am Main wird ein schwuler Mann homophob angegriffen. (Quelle: queer.de vom 09.08.2021)

08.08.2021
Ein 20-Jähriger schlägt in Berlin einem 18-Jährigen mehrfach mit der Faust ins Gesicht, nachdem sich dieser schützend vor einen 15-Jährigen stellt, der von dem Angreifer zuvor homophob beschimpft wurde. (Quelle: queer.de vom 08.08.2021)

07.08.2021
Vor der Geschäftsstelle der FDP Sachsen-Anhalt in Magdeburg wird die dort anlässlich des CSD gehisste Regenbogenflagge angezündet. (Quelle: Volksstimme vom 08.08.2021)

07.08.2021
Die vor dem Bahnhof in Neubrandenburg gehisste Regenbogenflagge wird von Unbekannten gestohlen (Quelle: Nordkurier vom 08.08.2021)

04.08.2021
Mit roter Farbe beschmieren Unbekannte die Mainzer Gedenkstele für Menschen, die wegen ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung verfolgt wurden. (Quelle: queer.de vom 05.08.2021)

04.08.2021
In Berlin wird eine nicht-binäre Person mit einer Waffe bedroht. Von einem unbekannten Mann wird Toto Stoffels zu erst etwas zugerufen, was das Wort „Trans“ enthielt. Als Stoffels entgegnete, kein Deutsch zu sprechen, hörte Stoffels den Mann – offenbar auf Englisch – sagen: „Ich werde dir durch deinen Kopf schießen“ und geht weiter. Als Stoffels fragt „Was ist dein Problem?“, bleibt er plötzlich stehen, zieht mit einer Hand sein Shirt über Mund und Nase und holt mit der anderen eine Pistole hervor, die er direkt auf Stoffels richtet. Es ist unklar, ob es sich um eine echte Waffe oder Softairwaffe handelt. (Quelle: tagesspiegel vom 05.08.2021)

03.08.2021
In Magdeburg wird auf dem Universitätscampus die von der Queeren Hochschulgruppe gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität gehisste Regenbogenflagge zerstört und verbrannt. (Quelle: Pressemitteilung der Queeren Hochschulgruppe OvGU Pride Magdeburg vom 05.08.2021)

02.08.2021
Zwei Männer werden in Berlin schwulenfeindlich beleidigt, mit dem Fahrrad angefahren, gewürgt und geschlagen. Sie werden leicht verletzt. (Quelle: queer.de vom 03.08.2021)

Juli 2021

31.07.2021
Beim Stuttgarter CSD werden mindestens zwei Stände auf der CSD-Infomeile zerstört. Unbekannte stehlen das Inventar und eine Spendenkasse. (Quelle: queer.de vom 06.08.2021)

31.07.2021
In München wird eine 13jährige angepöbelt und attackiert. Für die zwei jungen Tätern reichte es, dass sie eine Regenbogenflagge mit sich führte. Ein 14-jähriger Helfer wurde ebenfalls verprügelt, als er ihr zur Hilfe kam. (Quelle: queer.de vom 02.08.2021)

30.07.2021
Ein Mann wird in Berlin von drei Unbekannten homophob beleidigt und angegriffen. Um dem Angriff zu entkommen, flüchtet er in seine Wohnung und schloss die Wohnungstür. Die Männer folgen ihm bis zur Tür, treten mehrmals gegen diese, bis sie aufsprang. Während dessen alarmiert der 39-Jährige die Polizei. Die Angreifer flüchteten in unbekannte Richtung. (Quelle: Polizei Berlin vom 31.07.2021)

26.07.2021
In Wiesbaden wird ein mehrere Meter großes Regenbogenbanner am Kirchengebäude der katholischen Jugendkirche Kana abgerissen. (Quelle: katholisch.de vom 28.07.2021)

24.07.2021
In Berlin werden drei Personen, die vom CSD kommen, von einer einer größeren Gruppe heraus körperlich angegriffen und zum Teil homophob beleidigt. Alle drei werden leicht verletzt. (Quelle: queer.de vom 25.07.2021)

24.07.2021
Ein 21-Jähriger wird nach einer brutalen homophoben Attacke nach dem Berliner CSD schwer verletzt. Die Diagnose: doppelter Kieferbruch, möglicherweise irreparable Schäden. Unvermittelt wird ihm von hinten in den Hüftbereich getreten, als er sich umdreht bekommt er einen Faustschlag ins Gesicht. Nach dem Schlag zieht ihm eine Gruppe von vier bis fünf Menschen noch die Regenbogenfahne aus dem Rucksack, werfen sie auf den Boden und treten drauf. (Quelle: Tagesspiegel vom 25.07.2021)

23.07.2021
Erneut wird das Magnus-Hirschfeld-Denkmal in Berlin beschädigt. Auf den Gedenktafeln für die homosexuelle Emanzipationsbewegung in Deutschland wurden Teile der dort abgebildeten Gesichter von Unbekannten ausgebrannt. (Quelle: BZ vom 24.07.2021)

23.07.2021
In der U-Bahn wird ein schwules Paar beleidigt, bedroht und angegriffen. Der 18jährige Täter schlägt einen der beiden mehrfach mit der Faust. (Quelle: RBB vom 24.07.2021)

11.07.2021
In der Kölner Szene-Straße Schaafenstraße kommt es zu einem verbalen Streit zwischen einem 34-jährigen Feiernden und zwei ihm unbekannten Männern in einem PKW. Die Männer beleidigen ihn und andere homophob. Dann setzt der Autofahrer den Wagen zurück und fährt gegen ihn. (Quelle: queer.de vom 16.07.)

10.07.2021
Zwei Jugendliche werden am CSD in München von drei anderen Jugendlichen geschlagen und getreten. Sie haben Regenbogen-Fahnen bei sich, die von einem der Täter abgezogen wird. Es kommt zum Streit und einem körperlichen Angriff. Beide werden leicht verletzt. (Quelle: Münchener Merkur vom 13.07.2021)

10.07.2021
An einer Bushaltestelle am Berliner Ostbahnhof küsste ein 21-Jähriger seinen Freund. Dann stellt sich dem Paar eine vierköpfige Männergruppe in den Weg. Ein Mann aus der Gruppe schlägt unvermittelt zu, mit der Faust gegen den Oberarm und den Kopf. (Quelle: queer.de vom 11.07.2021)

09.07.2021
In Berlin wird ein 26-Jähriger von fünf ihm unbekannten Personen angegriffen. Die fünf Tatverdächtigen sollen ihn zu Boden gestoßen und auf ihn eingetreten haben. Zudem hätten sie ihn während der Attacken mehrfach homophob beleidigt. (Quelle: queer.de vom 10.07.2021)

09.07.2021
Nachdem in einer Berliner U-Bahn ein Mann mehrere Personen beleidigt und in deren Richtung spuckt, geht er auf ein lesbisches Paar zu, das Händchen hält. Er beleidigt sie homophob und in spuckt in ihre Richtung. Das Paar steigt aus Angst aus, der aggressive Mann folgt ihnen jedoch. Ein eingreifender Augenzeuge wird dann ebenfalls homophob beleidigt. Der Tatverdächtige wurde bis zum Eintreffen der Polizei durch Sicherheitspersonal der BVG festgehalten. (Quelle: queer.de vom 10.07.2021)

07.07.2021
Ein Busfahrer der BVG wird von zwei Männern mehrmals homophob beleidigt und mit der erhobenen, geballten Faust mit Schlagring bedroht. (Quelle: queer.de vom 08.07.20201)

07.07.2021
In Berlin wird ein 32jähriger vor seiner Haustür homophob beleidigt und dann angegriffen. Er führte seinen Hund aus als die Täter erst «Du und dein Hund sehen uns zu schwul aus.» rufen, ihn dann zusammenschlagen und gegen den Kopf treten. Das Opfer erleidet einen dreifachen Kieferbruch, einen gebrochenen Finger und verliert mehrere Zähne. (Quelle: Mannschaft vom 08.07.2021)

03.07.2021
In München wird reißen zwei Männer ein Regenbogenbanner von einem Zaun, werfen es zu warfen und urinieren darauf. Dabei riefen sie LGBTI-feindliche Äußerungen. (Quelle: queer.de vom 08.07.2021)

Juni 2021

17. Juni 2021
In einem Berliner Park werden ein 23-Jähriger und sein 17-jähriger Freund von zwei unbekannten Männern homophob beleidigt. Daraufhin entwickelt sich ein Streit, in dessen Verlauf einer der Tatverdächtigen den 23-Jährigen mit den Fingern in die Augen sticht und sein Komplize dem Angegriffenen mit den Fäusten auf den Rücken schlägt. (Quelle: Queer.de vom 17.06.2021)

14. Juni 2021
In Berlin wird eine trans Frau transfeindlich angegangen. Als sie und ihre beiden Begleiterinnen weitergehen, wiederholt der Unbekannte die Beleidigungen mehrmals. Dann spuckt er der 20-Jährigen und einer ihrer Begleiterinnen ins Gesicht. (Quelle: queer.de vom 14.06.2021)

12. Juni 2021
In einem Berliner Park schlagen drei Unbekannte auf eine 14-Jährige und ihre 17-jährige Begleiterin ein und treten nach ihnen. Hierbei erlitt die 14-Jährige Verletzungen an den Rippen und am Rücken, ihre Begleiterin im Gesicht und am Hinterkopf. Beide wurden während der Tat von den zwei heranwachsenden Männern und ihrer Komplizin homophob beleidigt. (Quelle: Polizei Berlin vom 13.06.2021)

02. Juni 2021
In Berlin wird eine 28jährige auf der Straße von einer Gruppe Jugendlicher nach ihrem Geschlecht befragt wurde. Nachdem sie die Beantwortung der Frage ablehnte, sollen die Jugendlichen Steine aufgehoben und nach ihr geworfen haben. Getroffen wurde sie nicht. Bei dem Versuch zu fliehen, folgen ihr die Jugendlichen beleidigen. Erst als die von der Attackierten per Mobiltelefon gerufenen Einsatzkräfte eintrafen, ergriffen die Jugendlichen die Flucht. (Quelle: queer.de vom 03.06.2021)

Mai 2021

29. Mai 2021
Zwei schwule Männer geraten in Berlin mit einer Jugendgruppe in ein Streitgespräch und werden homophob beleidigt. Anschließend wurden beide Männer mit Schlägen gegen den Kopf attackiert und dabei verletzt. (Quelle: Queer.de vom 30.05.2021)

28. Mai 2021
In Berlin wird eine Frau an einer Bushaltestelle lesbenfeindlich beleidigt. Bei einem anschließenden verbalen Streit schlägt der Täter ihr mit der Faust ins Gesicht. (Quelle: Queer.de vom 29.05.2021)

27. Mai 2021
Die Gedenktafeln des Berliner Denkmasl für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung wird erneut von Unbekannten beschädigt. (Quelle: Queer.de vom 28.05.2021)

27. Mai 2021
Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit wird gezielt eine Regenbogenfahne vor einem Supermarkt in Neuss angezündet. (Quelle: RP online vom 28.05.2021)

17.05.2021
Aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus wird am ein Mann in Berlin-Friedrichshain homophob beleidigt, angegriffen und mehrmals ins Gesicht geschlagen. Den 15jährigen Täter erwarten Strafverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung mit homophoben Hintergrund. (Quelle: Polizeimeldung Berlin vom 18.05.2021)

09.05.2021
Nachdem sich zwei Männer in einer Grünanlage in Berlin-Wedding küssten, rastete ein 36-Jähriger aus. Er beleidigte sie und begoss sie mit Bier. Als sich eines der Opfer wehrte, wurde der Angreifer noch gewalttätiger. (Quelle: queer.de)

April 2021

14.04.2021
In Berlin werden zwei Radfahrerinnen von einem vorbeifahrenden Autofahrer ohne ersichtlichen Grund homophob beleidigt. (Quelle: queer.de)

09.04.2021
Die Gedenktafeln am Berliner Magnus-Hirschfeld-Ufer, die in der Nähe des Bundeskanzleramts an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern, werden erneut beschädigt. Die Gesichter auf den Gedenktafeln werden ausgebrannt und "homophobe Schmierereien" angebracht. (Quelle: queer.de)

01.04.2021
In Berlin beschimpft eine Frau einen Passanten auf offener Straße mehrfach homophob. (Quelle: queer.de)

01.04.2021
Eine Gruppe von trans Frauen wird in Frankfurt am Main von einem Unbekannten belästigt, beschimpft und mit einem Ei beworfen. Der Täter entkam. (Quelle: queer.de)

März 2021

30.03.2021
Im Berliner U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße wurde ein älterer Mann schwulenfeindlich angepöbelt und bespuckt. Zuvor hatte den Jugendlichen aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. (Quelle: queer.de)

29.03.2021
Die Berliner Drag Queen Gloria Viagra und ihre Begleitung werden im Treptower Park von einer Gruppe Jugendlicher queerfeindlich beleidigt, bedroht und getreten. (Quelle: taz)

24.03.2021
In Treptow wird am Nachmittag ein 26-Jähriger von einer dreiköpfigen Gruppe homophob beschimpft und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Als der Angegriffene das Trio zur Rede stellen wollte, wurde er erneut geschlagen, bevor die drei Täter zu Fuß flüchteten. (Quelle: mannschaft)

23.03.2021
In Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) durchschlugen unbekannte Täter mehrere Glasscheiben und besprühten das Gebäude mit queerfeindlichen Beleidigungen. Auf einem Fenster des Jugendzentrums wurde etwa der Spruch "Kein Ort für Schwule und Transen" hinterlassen. (Quelle: queer.de)

20.03.2021
Am Abend wird in Frankfurt am Main eine trans Frau aus einer Gruppe heraus von einem Unbekannten angegriffen worden. Nach einer transphoben Äußerung schlägt ein Mann unvermittelt auf sie ein. (Quelle: queer.de)

Januar 2021

07.01.2021

Berlin: Ein betrunkener Mann läuft einem schwulen Mann hinterher, beleidigt ihn mehrfach homophob und droht mit Schlägen. Er schreit minutenlang, dass das seine U-Bahn-Station sei, und "Schwuchteln" dort nichts zu suchen hätten. Von den Zeug*innen greift ein oder sagt was.

November 2020

21.11.2020

Zwei Männer werden in einer Berliner Straßenbahn von einer Gruppen Jugendlicher homophob beleidigt. Als sie aussteigen werden sie weiter verfolgt und mit Steinen beworfen. Die Polizei nimmt kurz darauf zwei 14-, einen 16- und einen 18-Jährigen fest. (Quelle)

14.11.2020

Vor einem Einkaufszentrum in Frankfurt (Main) treten und schlagen Jugendliche auf eine queere Person ein. Im offiziellen Polizeibericht wird der wahrscheinliche Hintergrund der Attacke jedoch verschwiegen. (Quelle

Oktober 2020

31.10.2020 
Beim Altstadtbummel wird ein Paar in München homophob beschimpft und eine der beiden Personen krankenhausreif geschlagen. (Quelle)

29.10.2020
In Gießen attackiert ein 60jähriger seinen Nachbarn vor dem gemeinsamen Wohnhaus mit einem Messer und verletzt diesen an Herz und Lunge. Das Opfer erliegt wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Im Prozess erklärt der Täter: "Gott hat mir gesagt, ich sollte einen bösen Menschen – einen Homosexuellen – töten." (Quelle: queer.de)

17.10.2020

Ein schwules Paar wird in Münster von vier Jugendlichen schwulenfeindlich beleidigt, dann brutal zusammengeschlagen. Kein Wort darüber im täglichen Polizeibericht der Stadt. (Quelle

16.10.2020

Ein schwules Paar ist in München Opfer eines Angriffs geworden. (Quelle)

16.10.2020

Hans-Dieter Straup macht bei einer Akzeptanzkampagne in Freiburg mit, sein Porträt ist auf Plakaten zu sehen. Dann erhält er ein anonymes Hasschreiben, in dem eine brutale Vernichtungsfantasie gegen ihn geschildert wird. (Quelle)

15.10.2020

Im Berliner Ortsteil Schöneberg kommt es zu einem offenbar hassmotivierten körperlichen Angriff. Nach bisherigen Ermittlungen wird ein 41-jähriger trans Mensch von einem Mann aus einem vorbeifahrenden Auto mit einem Abschlepphaken beworfen. Das Opfer wird am Schienbein getroffen. (Quelle)

Der kürzlich nach Berlin umgezogene Martin Angelo hat auf "Instagram Stories" über einen offenbar homophob motivierten Übergriff vor einem Restaurant berichtet. Demnach habe ihn ein Gast tätlich angegriffen und als "Schwuchtel" beschimpft. (Quelle)

13.10.2020

Drei Männer haben offenbar aus Homophobie ein lesbisches Paar in der Innenstadt von Pinneberg attackiert. (Quelle)

08.10.2020
Ein queerfeministischer Aktivist aus dem Altenburger Land wird durch eine Gruppe, die sich selbst als QArmy Altenburger Land bezeichnet, bedroht. In einer internen Chatgruppe der Gruppierung wird dazu aufgerufen, so viele Informationen wie möglich über ihn herauszufinden. (Quelle: ezra. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen)

04.10.2020

Die islamistische Terror-Attacke auf zwei Touristen in Dresden soll offenbar aus Hass auf Homosexuelle begangen worden sein. Eines der Opfer war Anfang Oktober seinen Verletzungen erlegen. (Quelle)

03.10.2020
In Berlin wird ein 28-Jähriger angriffen und erleidet vermutlich durch ein Messer eine tiefe Schnittwunde. Zuvor wurden er und seine Begleitung in einem Lokal von dem Täter angesprochen, der sie dann auch vermutlich aus homophober Motivation ins Gesicht spuckte. (Quelle: queer.de)

September 2020

07.09.2020

In Berlin-Moabit wurde ein 22-Jähriger von einem mutmaßlichen Nachbarn auf der Straße erst homophob beleidigt und dann mit einer bespuckten Hand geschlagen. (Quelle)

04.09.2020

"Wollen wir es der Schwuchtel mal so richtig zeigen" - In der Nähe seiner Wohnung in Siegen wird ein schwuler Mann am Freitagabend von Jugendlichen schwulenfeindlich beleidigt und brutal zusammengeschlagen. (Quelle)

Juni 2020

20.06.2020

In Hannover werden das Queere Jugendzentrum sowie das Wohnhaus des schwulen Kommunalpolitikers Florian Kusche mit mit homophoben Beschimpfungen beschmiert. (Quelle)

20.06.2020

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg wurde am Samstagnachmittag ein Mann nach eigenen Angaben homophob beschimpft. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt. (Quelle)

19.06.2020

Eine vierköpfige Personengruppe griff am Freitagabend zwei Männer in Berlin-Neukölln an. Nach homophoben Beleidigungen folgten Faustschläge ins Gesicht. Der Staatsschutz ermittelt. (Quelle)

13.06.2020
Ein junger Mann sprach am Samstagabend Höhe Magdeburger Allee zwei Männer an, die sich einer Frau gegenüber sexistisch geäußert hatten. Die Täter bauten eine Drohkulisse auf und ließen es nicht zu, dass der Betroffene die Situation verlässt. Die Zahl der involvierten Täter erhöhte sich im Verlauf auf acht Personen. Vom deeskalierenden Verhalten des Betroffenen ließen sich die Täter nicht beeindrucken. Sie bedrängten ihn weiter, attackierten ihn mit rechts motivierten, homofeindlichen und antisemitischen Beleidigungen und stießen ihn letztlich heftig, wodurch er Verletzungen erlitt. Die hinzugerufene Polizei konnte die Personalien der Täter teilweise feststellen. (Quelle: ezra. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen)

02.06.2020

Zwei Münchener werden von einer Gruppe von fünf bis zehn Männern beleidigt, geschlagen und getreten. "Gegenstand dieser Ermittlungen ist auch ein mögliches LGBT feindliches Motiv", so die Polizei. (Quelle)

April 2020

28.04.2020

Berlin: Zwei Männer gehen abends spazieren. Sie werden von einem 41-jährigen Mann homophob beleidigt und alarmieren die Polizei. (Quelle

12.04.2020

Nachdem er die Frage eines Unbekannten, ob er schwul sei, bejaht, wird ein 26-jähriger von einem Unbekannten mit der Faust mehrmals ins Gesicht geschlagen. (Quelle)

Februar 2020

22.02.2020

In Berlin wird eine trans* Frau von Unbekannten geschlagen, bespuckt und beleidigt. (Quelle)

21.02.2020

Ein alkoholisierter Mann beleidigt in Berlin ein schwules Paar homophob und versucht, sie mit einer Flasche zu schlagen und zu treten. (Quelle)

15.02.2020

Die 24-jährige Bella A. aus Berlin-Lichtenberg liegt am 15. Februar morgens mit ihrer Freundin im Bett, als sie durch einen lauten Knall aufwacht. Plötzlich steht ein Mann, der zuvor die Wohnungstür eingetreten hat, mit einem großen Messer im Schlafzimmer. Er raucht eine Zigarette, zieht sich aus und legt sich zu dem lesbischen Paar ins Bett. Er zwingt Bella zum Sex, während die Freundin zuschauen muss. (Quelle)

12.02.2020
Im thüringischen Altenburg wird der 52jährige Mario K. in seiner Wohnung von zwei Männern brutal überfallen und totgeprügelt. Erst am 23. Februar wird der Leichnam am Tatort aufgefunden. Die beiden, mutmaßlich rechtsextremen Männer wollten dem Opfer nach eigenen Angaben einen Denkzettel verpassen, weil er einem der Männer Geld gegen sexuelle Gefälligkeiten geboten haben soll. (Quelle: ezra. Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen)

12.02.2020

Berlin: Eine 64jährige trans* Frau wird wiederholt in ihrem Kiez von einer Männergruppe transphob beleidigt (Quelle

10.02.2020

Berlin: Eine trans* Frau fährt nachmittags U-Bahn. Zwei Männer beleidigen und bespucken sie, drohen ihr die Haare anzuzünden und sprühen ihr Reizgas in die Augen. (Quelle)

Januar 2020

Januar 2020

Dass diese Vielfalt offen gelebt wird, ist Ants Kiel zufolge „in Halle nicht zu jeder Tageszeit, vielleicht auch nicht in jedem Stadtteil selbstverständlich“. Er erzählt von einem Vorfall vor etwa fünf Wochen. Als zwei Männer vor der Schorre, einer Disco in der Willy-Brandt-Straße, Händchen hielten, sei einem von ihnen von einem fremden Mann auf die Nase geschlagen worden. (Quelle)

18.01.2020

Berlin: Samstagabend, ein 15-Jähriger wird erst schwulenfeindlich beleidigt und dann mit einem Gürtel angegriffen. (Quelle)

07.01.2020

Berlin: In der U-Bahn wird ein 26-Jähriger homosexuellenfeindlich beleidigt, ins Gesicht geschlagen und verletzt. Der mutmaßliche Täter wird gefasst. (Quelle)

07.01.2020

Berlin: In einem Park wird ein 32-Jähriger mitten am Tag wegen seiner Homosexualität von einem Bekannten brutal angegriffen. Der mutmaßliche Täter wird festgenommen. (Quelle)

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