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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Schulamt genehmigt rechtspopulistische Werbeveranstaltung mit Birgit Kelle

Auf Einladung der CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Pantel darf Birgit Kelle ihre Ideologie an einem Gymnasium vorstellen

Pressemitteilung vom 19.08.2015

Anlässlich der bevorstehenden Lesung von Birgit Kelle am Städtischen Gymnasium Koblenzer Straße (Kobi) in Düsseldorf, die durch das Schulamt heute genehmigt wurde, erklärt Arnulf Sensenbrenner, Sprechers des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Nordrhein-Westfalen:

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist sehr verwundert und erschrocken, dass Birgit Kelle die Möglichkeit erhält, ihre menschenfeindliche Ideologie an einer Düsseldorfer Schule vorzustellen. Durch die Genehmigung des Auftritts wird eine Werbeveranstaltung für Rechtspopulismus und Homophobie an einer Bildungseinrichtung gesponsert. Die Veranstalterin, die Vorsitzende der Düsseldorfer „Frauen Union“ Sylvia Pantel (MdB) sucht offenbar gerne den Schulterschluss mit rechtspopulistischen und christlich-fundamentalistischen Positionen.

Kelle ist Mitinitiatorin der sogenannten „Märsche für das Leben“ gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, sie organisiert die „Demo für alle“ gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg mit, sucht die Nähe zu Institutionen der Neuen Rechten und ultrakatholischen Organisationen wie den Legionären Christi und veröffentlicht immer wieder in rechtspopulistischen und AfD-nahen Medien.

Birgit Kelle geht es nicht um Vielfalt und Akzeptanz, sondern um Abwertung und Ausgrenzung all jener, die nicht ultrakatholischen und rechtspopulistischen Familien- und Geschlechterbildern entsprechen. Sie schafft damit den Nährboden für Ausgrenzung und
Hass.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat 2012 den „Aktionsplan für Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt – gegen Homo- und Transphobie“ etabliert, um die Akzeptanz von Vielfalt in der Gesellschaft und vor allem auch im Bildungsbereich zu verbessern. Der geplante Auftritt Kelles an einer Schule in Nordrhein-Westfalen setzt ein gefährliches Symbol für Ausgrenzung und gegen Vielfalt in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen.

Wie kann eine Bildungseinrichtung noch glaubhaft ihren Bildungsauftrag wahrnehmen, Kinder und Jugendliche darin zu bestärken, ein positives Selbstbild zu entwickeln und sie zu befähigen, sich selbstbewusst gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu behaupten, wenn im Abendprogramm Vielfalt als die Zerstörung des Abendlandes propagiert wird?

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LSVD NRW

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