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Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Jetzt anmelden! 6. Regenbogenparlament: Diskriminierungsarme Räume in der Jugendarbeit

Digitale Veranstaltungen von März bis Juni 2022

Pressemitteilung vom 11.03.2022

Nicht nur Erwachsene erleben Ausgrenzung und Diskriminierung, sondern auch Kinder und Jugendliche. Auch sie sind keine homogene Gruppe. Ihre Erfahrungen, Chancen und Identitäten sind abhängig von vielen Faktoren: sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Hautfarbe, Alter, Religion, (sozialer) Herkunft, ob sie sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren oder nicht. In der Jugend probieren sich Menschen in unterschiedlichen sozialen Rollen und Räumen aus. Neben der Schule und den sozialen Medien sind auch die Angebote der Jugendarbeit Teil des Sozialraums junger Menschen. Diese Orte prägen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig können sie auch Räume sein, in denen junge Menschen Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.

Wie kann eine diskriminierungskritische Jugendarbeit die vielfältigen Identitäten und Bedarfe von jungen Menschen berücksichtigen? Welche Rolle spielen Sprache und Mehrfachdiskriminierung? Wie kann ein diskriminierungsarmer Raum für Kinder und Jugendliche geschaffen werden?

Darüber wollen wir im Rahmen des 6. Regenbogenparlaments diskutieren, mit mehreren Webtalks und im Herbst 2022 auch in Präsenz.

Alle Online-Veranstaltungen zum Regenbogenparlament im Überblick

Alle Webtalks können unabhängig voneinander besucht werden, die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenfrei.

Dienstag, 22. März 2022 von 11.00 bis 12.30: Keynote „Jugendarbeit ein diskriminierungsarmer Raum?“ - Christian Peucker, Dipl.-Soz. (Deutsches Jugendinstitut, DJI)

Nach einer kurzen Vorstellung, was Diskriminierung in der offenen Jugendarbeit heißen kann, wird die spezifische Ausgangslage in diesem Arbeitsfeld, etwa die Offenheit des Zugangs und das spezifische Verhältnis von Fachkräften und Besucher*innen, in den Blick genommen. Dies hat Auswirkungen darauf, wie die Offene Jugendarbeit in ihrer täglichen Arbeit und in konzeptionellen Überlegungen Diskriminierung entgegenwirken kann. Ist die Offene Kinder- und Jugendarbeit ein diskriminierungsarmer Raum?

Online-Anmeldung zur Keynote

Mittwoch, 06. April 2022 von 11.00 bis 12.30: Webtalk „Jung, Schwarz, lesbisch, jüdisch – Zur Sichtbarkeit vielfältiger Jugenden“ mit Rosa Jellinek (Co-Vorsitzende von Keshet Deutschland) und Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, KomPAD – Kompetenznetzwerk Anti-Schwarzer Rassismus)

Wie können diversitäts- und intersektionell orientierte Bildungsangebote Kinder und Jugendliche stärken? Wie können strukturelle Barrieren und diskriminierende Schranken in der Kinder- und Jugendarbeit abgebaut werden? Was können Fachkräfte tun, um Anti-Schwarzen Rassismus, Antisemitismus oder LSBTIQ*-feindlichen Haltungen präventiv entgegenzuwirken und Jugendliche gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu stärken?

Online-Anmeldung zum Webtalk

Dienstag, 10. Mai 2022, von 11:00 bis 12.30: „Safe Spaces & Empowerment in der offenen Jugendarbeit“ mit Sabrina Küchler (stellv. Vorsitzende AG Offene Türen NRW) und Simon Merz (Jugendbildungsreferent Akademie Waldschlösschen)

Wie können die Angebote der offenen Jugendarbeit so gestaltet werden, dass sie queere Menschen stärken und deren Persönlichkeitsentwicklung fördern? Wie können sichere Räume insbesondere für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche oder queere (LSBTIQ*) Jugendliche geschaffen werden? Welche Möglichkeiten gibt es, um queeren Jugendlichen Angebote in der eigenen Einrichtung zu unterbreiten bzw. queeren Jugendgruppen die eigenen Räumlichkeiten zur Nutzung zu überlassen?

Online-Anmeldung zum Webtalk

Donnerstag, 23. Juni 2022 von 11.00 bis 12.30: Webtalk „Wie Sprache Diskriminierung und Ausgrenzung befördern kann“ mit Sheila Mysorekar (Neue deutsche Medienmacher*innen) und Johannes Kram (Blogger bei Nollendorfblog / Autor)

Wie können lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche oder queere (LSBTIQ*) Jugendliche vor Mobbing geschützt werden? Welche Möglichkeiten haben die Einrichtungen der Jugendarbeit, ihre Besucher*innen in all ihrer Unterschiedlichkeit zu berücksichtigen, um (Mehrfach-)Diskriminierung keinen Raum zu geben? Wie können Fachkräfte mit ihrer Sprache junge (queere) Menschen unterstützen?

Online-Anmeldung zum Webtalk

Im September 2022 soll der zweite Teil des Regenbogenparlaments als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Förderung von Regenbogenkompetenz durch Fachkräftefortbildung und Vernetzung - Ergebnisse, Broschüren der vergangenen Regenbogenparlamente

Das LSVD-Projekt im Kompetenznetzwerk „Selbst.verständlich Vielfalt“

Wir gestalten die offene Gesellschaft und stärken ein respektvolles Miteinander. Dafür fördert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) im Rahmen des Kompetenznetzwerkes „Selbst.verständlich Vielfalt“ die Regenbogenkompetenz von Fachkräften und Verbänden. Das Kompetenznetzwerk „Selbst.verständlich Vielfalt“ ist das Kompetenznetzwerk „Homosexuellen- und Trans*feindlichkeit“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

In unserer Vielfaltswerkstatt entwickeln wir gemeinsam mit Interessierten kreative Bildungsformate und qualifizieren Fachkräfte, um Rechtsruck und Homosexuellen-, Trans*– und Inter-Feindlichkeit selbstbewusst und wirksam zu begegnen. Wir möchten damit Impulse für den Aufbau einer Allianz der Demokratieverteidiger*innen geben. Wir ermutigen zivilgesellschaftliche Organisationen im Umgang mit menschenfeindlichen Einstellungen und treten so gemeinsam mit unseren Partner*innen für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander ein.

Mit der Vielfaltswerkstatt und dem Regenbogenparlament bringen wir Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, der politischen Bildung und weiterer zivilgesellschaftliche Akteur*innen sowie Vertretungen aus Verwaltung und Politik zusammen.

Wer sind die Ansprechpersonen für das Projekt?

Jürgen Rausch und René Mertens

koordinierungsstelle@lsvd.de
www.selbstverstaendlich-vielfalt.de/lsvd/

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LSVD-Bundesverband

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Pressesprecher*in Markus Ulrich

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