Immer wieder werden Asylgesuche von LSBTI - auch aus den schlimmsten Verfolgerstaaten - abgelehnt und sogar tatsächlich abgeschoben, und dies auch unter der neuen Bundesinnenministerin Faeser (SPD). Zur Begründung verweist das BAMF hierbei auf Prognosen, wonach queeren Asylsuchenden das offene Ausleben ihrer sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität nicht wichtig genug sei, als dass sie nicht
darauf verzichten könnten. Außerdem möchte die neue Bundesregierung auch an der Einstufung von Ghana und Senegal als sichere Herkunftsstaaten festgehalten. Und: Außenministerin Baerbock (Grüne) "vergisst" bei der Verkündung des Aufnahmeprogramms Afghanistan LSBTI, die seit der Machtübernahme durch die Taliban besonders bedroht sind, vollkommen. All dies zeigt: Auch unter der Ampel müssen die Rechte queerer Geflüchteter erstritten werden. Patrick Dörr, im LSVD-Bundesvorstand für den Bereich Asyl zuständig, wird hierzu von Stand der Dinge berichten und mit den Teilnehmenden diskutieren, wie endlich ein effektiver Schutz für queere Geflüchtete erreicht werden kann.
Wann? Samstag, 18. Juni 2022 von 18.30 bis 20.30 Uhr
Wo? Der Paritätische Köln, Marsilstein 4-6, in 50676 Köln
Barrierefreier Zugang
Eine Veranstaltung im Rahmen des Cologne-Pride 2022
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