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Derzeit tragen weder die mehrheitlich geteilten Familienbilder in Gesellschaft und Wissenschaft der umfänglichen Existenz von lesbisch-schwulen Familien Rechnung, noch erfahren die Mitglieder von Regenbogenfamilien die Anerkennung, die ihnen zusteht.

Seit September 2002 leistet der LSVD mit dem Projekt „Regenbogenfamilien“ unter der Leitung von Frau Dr. Elke Jansen einen Beitrag zur Verbesserung der persönlichen, gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Situation von Regenbogenfamilien in Deutschland (http://www.family.lsvd.de/). Das Projekt wurde bis September 2005 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Ein Fokus des Projektes liegt im familiären und gesellschaftlichen Umfeld von Regenbogenfamilien. Die Förderung eines Bewusstseins für einen sach- und zeitgemäßen Umgang mit Regenbogenfamilien in Gesellschaft und Politik unterstützt das Projekt durch die Beratung von Fachpersonal und Öffentlichkeitsarbeit, z. B. durch Vorträge und Veranstaltungen, Publikationen und Pressearbeit sowie politische Lobbyarbeit. Die aktuellen Veröffentlichungen des LSVD zum Thema Regenbogenfamilien finden sich in der vorangestellten Literaturliste.

Ein weiteres zentrales Anliegen des Projektes ist die Stärkung der Handlungskompetenz lesbischer Mütter, schwuler Väter und ihrer Kinder durch Beratung und Vernetzung.

Die Beratung erfolgt telefonisch, per Email (family@lsvd.de) und im persönlichen Gespräch bei Fragen des Familienalltags und der Familienplanung.

Der LSVD vernetzt lesbische Mütter und schwule Väter und ihre Kinder z.B. im Rahmen der bundesweiten „Initiative lesbischer und schwuler Eltern in Deutschland“ (ILSE) und eines Internet-Chats für Kinder aus Regenbogenfamilien (www.kids.lsvd.de).

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„Initiative lesbischer und schwuler Eltern in Deutschland“ (ILSE)

ILSE (www.ilse.lsvd.de) meint die bundesweite „Initiative lesbischer und schwuler Eltern im LSVD". Sie ist ein Netzwerk, das Ende 2000 gegründet wurde. Neben politischer und öffentlichkeitswirksamer Arbeit mit dem Ziel der politischen und rechtlichen Gleichstellung von Regenbogenfamilien bietet ILSE - auf regionaler Ebene - ein Austausch- und Unterstützungsforum für homosexuelle Eltern oder Schwule und Lesben mit Kinderwunsch.

Hier geht es zu den aktuell ILSE-Regionalgruppen  und zum Ilse Onlineforum!

 

Kids in Regenbogenfamilien chatten …

„Hallo, ich bin Nick. Und lebe mit meiner Schwester Nellie bei unseren beiden Müttern. Die sind lesbisch und wir eine Regenbogenfamilie.

Ich find`s cool. Und Du?

Ist Dein Vater schwul, Deine Mutter lesbisch? Dann komm zu uns in den Chat.“

So werden Sie begrüßt, wenn Sie – oder noch besser Ihre Kinder – auf die LSVD Seiten für Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien stoßen.

Mit einer lesbischen Mutter oder einem schwulen Vater in Deutschland aufzuwachsen, ist noch lange nicht selbstverständlich. Kontakt zu Gleichaltrigen zu finden, die diesen familiären Hintergrund teilen, ergibt sich nicht zwangsläufig in Schulen, Sportvereinen oder in der Nachbarschaft.

Oder wie es Rebecka in einem Interview im fluter, dem Onlinemagazin der Bundeszentrale für politische Bildung, im April 2003 sagte:

“Meine Mütter kennen zwar mittlerweile einige Frauen- und Männerpaare mit Kindern, die sind jedoch meist wesentlich jünger als ich. Ein Chatroom oder Anlaufstellen bei der Jugendhilfe wären super!“

Diesem Bedarf kommt das Projekt „Regenbogenfamilien“ des LSVD seit 2005 nach.

Unter www.kids.lsvd.de führen Nick und Nelli Kinder und Eltern durch verschiedene Informationen zum Thema und laden die Kids in ein Forum und jeden Mittwoch zwischen 17.00 und 19.00 Uhr zum Chatten ein.

Kids, die mitmachen wollen, sind eingeladen, über eine persönliche Registrierung die eigenen Zugangsdaten zu erhalten. In den ersten drei Wochen machten bereits 15 Jugendliche von Neubrandenburg bis Köln und Hamburg bis Nürnberg davon Gebrauch.